Brief-Aktion an Bundeskanzler Schröder

Bislang ist in der Öffentlichkeit zu Strahlenschäden durch radioaktive Verseuchung von Waffen mit abgereicherten Uran oder Atommüll-anteilen fast nur das sogenannte „Golfkriegssyndrom“ bekannt. Diese Waffen wirken nicht nur tödlich oder krebserregend auf die Menschen, gegen die sie gerichtet sind. Krebs ist auch die Folge bei denjenigen, die sie verwendet, oder produziert haben. Sowohl bei Ihren Neugeborenen als auch den Neugeborenen in den riesigen verseuchten Gebieten sind Missbildungen die schrecklichen Folgen. Irak, Kosovo, Bosnien, Serbien, Schluß mit dem Wahnsinn!

Unterstützen Sie mit Ihrer Teilnahme an dieser Briefaktion die Forderung nach einem Ende dieser eigentlich vom Internationalen Gerichtshof verbotenen Waffen!

Bitte machen Sie auch Ihren Bekanntenkreis auf diese Briefaktion aufmerksam.

Infos zum Thema:

Sie können sich diesen Brief in folgenden Formaten herunterladen und/oder ausdrucken:

 

Bitte senden Sie den nachfolgenden Text nachdem sie ihn mit Ihrer Anschrift und Unterschrift versehen haben, auch an folgende Anschrift:

Bundesverteidigungsminister Struck
Bundesverteidigungsministerium
Stauffenbergstr. 18
10785 Berlin

Bundesaussenminister Fischer
Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117 Berlin

Bundesumweltminister Trittin
Bundesumweltministerium
Alexanderplatz 6
10178 Berlin

Bundesgesundheitsministerin Schmidt
Bundesgesundheitsministerium
Wilhelmstr. 49
10117 Berlin


Vorname, Name
Strasse Nr.
PLZ Ort  

Bundeskanzler Schröder
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Str. 1
10557 Berlin

, den        

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schröder,

auf Grund meiner Sorge um den Gebrauch von abgereichertem Uran in Waffen, wende ich mich mit der Bitte um Antwort an Sie.

* Entstehen bei der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in La Hague/Frankreich und Sellafield/Großbritannien radioaktive Produkte, die für Waffen verwendet werden? Falls ja, welche Länder verwenden Waffen mit Uran aus ursprünglich deutschem Atommüll?

* Entstehen bei der Verarbeitung in der Uranaufarbeitungsanlage Gronau, in der Brennelemente-Fabrik Lingen, oder an anderen Orten in Deutschland radioaktive Produkte, die in Waffen verwendet werden?

* Gibt es deutsche Unternehmen, die Waffen oder Schutzschilde mit abgereichertem Uran montieren oder produzieren? Falls ja, bitte ich um die Angabe der Namen der Unternehmen, sowie die Spezifizierung der produzierten Waffen mit abgereichertem Uran.

* In den Medien wurde kürzlich wiederholt darüber berichtet, dass sich die USA einen Einsatz deutscher und französischer Truppen im Irak vorstellen können. Beabsichtigt die Bundesregierung, deutsche Soldaten der nachhaltig gesundheitszerstörenden Wirkung der Rückstände auszusetzen, die durch die Verwendung von Waffen / Munition mit abgereichertem Uran (und/oder radioaktivem Abfall) der USA und Großbritannien entstanden ist?

* Befanden sich beim Bundeswehreinsatz im Kosovo ähnliche radioaktive Munition in der Ausrüstung deutscher Soldaten? Waren deutsche Soldaten dort in betroffenen radioaktiv verseuchten Gebieten im Einsatz? Falls ja, was ist über die gesundheitlichen Folgen bekannt?

* Befinden sich in Deutschland Arsenale, die Munition mit abgereichertem Uran enthalten? Zum Beispiel für die Waffe M833, für die ein Projektil von ungefähr 3,7 kg (11 mm) vorgesehen ist. Im Fall, dass Deutschland über derartige Munition verfügt, bitte ich Sie, diese zu beschreiben und das geschätzte Gewicht vom verwendeten abgereicherten Uran in jedem Projektil anzugeben.

* Führt Deutschland Tests mit Munition die abgereichertes Uran enthält durch? Wenn ja, wo: Auf deutschem Grund oder in anderen Ländern? Ich bitte auch um eine Spezifizierung wo diese Tests stattfinden, oder auch stattgefunden haben.

* Lagert Deutschland Munition mit abgereichertem Uran oder ermöglicht es Deutschland anderen Ländern Munition aus abgereichertem Uran in Deutschland zu lagern?

* Wie setzt sich die Bundesregierung für ein internationales Verbot dieser Munition ein? Falls nicht, wie lautet die Begründung?

* Welche Bundesbehörden kontrollieren den Verbleib der radioaktiven Stoffe, die für Munition verwendet werden (können).

Mit großem Interesse erwarte ich Ihre Antwort und danke Ihnen im Voraus für die Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen

Bearbeitet am: 14.07.2003/ad


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