Die Puppen tanzen auf der Schiene

Ja, doch nicht schon wieder dieselben! Auch, aber noch viele, viele mehr sind es in Hitzacker, in der Stadt, am Bahngleis. Zum „WidersTanz“ wird aufgespielt, mit Geige und Schifferklavier, Musik bringt Menschen und Puppen in Bewegung. Gut 200 oder auch mehr dürften es sein, sich sich an, um und auf den Schienen Vergnügen und Job nachgehen, die einen bunt gekleidet, die anderen in einheitlichem Grün.

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Was ist erlaubt, was ist verboten? Wer setzt sich durch? Ist gar jemand verantwortlich? Nein, die Verantwortlichen verantwortungslosen trauen sich nicht hierher, ins Wendland, schicken ihre Marionetten samt Staatsschutz-Chef, haben sie Angst vor der Aus-Strahlung, die von diesen Menschen des Landkreises auf sie einwirken könnte?

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Der Zug bewegt sich, der Personenzug, der sich auf den nagelneuen CASTOR-Schienen von Dannenberg aus ganz gemächlich Richtung Lüneburg bewegt, die Bimmelbahn, die nicht schneller fahren darf, weil kein Geld für gesicherte Bahnübergänge vorhanden ist. Bahnübergänge, die bereits seit Wochen so lächerlich bewacht werden, wie die leeren Tresorräume der pleitegehenden Banken. Die Schranken gehen auf, der nächste Zug setzt sich in Bewegung. Tanzende Menschen und Puppen tanzen auf den Gleisen, erst Richtung Harlingen, dann zurück Richtung Hitzacker Bahnhof.

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Das Interesse ist groß, so viele Fernsehaufnahmen, fast eine Leistungsschau der Firma Sony, die da von grün- und schwarzgekleideten Damen und Herren aufgeboten wird, die neben dem Schotter herumspringen. Und was von „Ordnung“ faseln, was von „Aufforderungen“ hören lassen, Kindereien von sich geben, während Clowns, Puppen und andere fröhliche Menschen und Kinder ihnen vor der Nase herumtanzen. Die Schiene gehört den Lebendigen. Und die Damen und Herren Auswerter der „EG CASTOR“ in der Lüneburger Polizeidirektion werden wieder mal Überstunden einlegen müssen, um das Videomaterial von lustig tanzenden Menschen auszuwerten, die bekannten Gesichter ihren Datensätzen zuordnen, und sich über die bislang noch nicht bekannten Stroh-Gesichter, die ihre frisch eingekauften automatisierten Video-Auswertungsprogramme stören, nicht ganz so freuen werden...

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Am nächsten Sonntag geht’s weiter. Ab 11 Uhr, „wie immer“ am Verladekran, ab 14 Uhr damm wird im Wald bei „Hinkelhagen“ die Aufforderung ergehen: „Darf ich bitten?“. Der WidersTanz wird sich nicht lange fragen lassen.

Bearbeitet am: 13.10.2008/ad


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