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Der „Konsens“ – ein Deal!

Der „Ausstieg“ – eine Lüge!

Die „Nationale Verantwortung“ – ein billiger Trick!

Den Betreibern von Atomanlagen ging es noch nie um Verantwortung oder Entsorgung, sondern immer
nur ums Geld. Diese Tatsache ist so wichtig, daß man sie gleich noch einmal wiederholen muß:
Bei allem, was die Atomindustrie tut, geht es nur ums Geld. Genau aus diesem Grund finden die Energieversorger, daß die „Konsens“-Gespräche mit der rot/grünen Regierung ein Erfolg waren. Gerhard Schröder hatte die Verhandlungen ausdrücklich zur Chefsache erklärt. Aber nicht er ist der Chef, sondern die mächtigen Strombosse. Rot/Grün hat sich über den Tisch ziehen lassen: Der sogenannte Ausstieg ist kein Ausstieg. Jürgen Trittin hat sich einen schrottreifen Gebrauchtwagen andrehen lassen und versucht nun, den an uns weiter zu verkau-fen. Der Preis: wir sollen auf Castor-Proteste verzichten.

Von wegen Ausstieg!

Der strahlende Müll wird verdoppelt. Die Atomkraftwerke erhalten eine regierungsamtliche Be-standsgarantie und sollen je nach Baujahr 30–40 Jahre am Netz bleiben. Sie dürfen solange Atommüll und Strom produzieren, bis auch der letzte Schrottreaktor seinen Profit erwirtschaftet hat. Der vorhandene Strahlenmüll soll auf die doppelte Menge anwachsen dürfen. Die doppelte Menge – und niemand auf der Welt weiß, wohin mit dem tödlichen Zeugs! Die Wiederaufarbeitung wird nicht gestoppt. Statt dessen sind ca. 150 weitere Transporte nach La Hague geplant. Für jeden Kokillen-Transport nach Gorleben dürfen die deutschen AKW-Betreiber im Gegenzug weitere Castor-Transporte nach Frankreich schicken. Das heißt : Transporte von La Hague nach Gorleben halten die WAA am Laufen und die deutschen AKW am Netz.

Auch in Frankreich wächst der Widerstand gegen die Wiederaufarbeitung. Die dortigen Atomkraftgegner wollen den deutschen Atommüll lieber heute als morgen loswerden – vor allem aber wollen sie, daß die Plutoniumschleuder in La Hague endlich dichtgemacht wird. Deshalb demonstrieren und blockieren deutsche und französische Atomkraftgegner gemeinsam.

Gorleben soll Endlager werden. Mit jedem Castor-Transport wird Gorleben als Endlagerstandort zementiert. Der Erkundungsstopp bedeutet nicht, daß nach Alternativen gesucht wird. Im Gegenteil: die Mitglieder der eingesetzten Kommission wurden ausdrücklich darauf eingeschworen, am Standort Gorleben nicht zu rütteln. Der Erkun-dungsstopp soll nur bewirken, daß wir müde werden und endlich Ruhe geben. Tun wir aber nicht.

Die PKA soll in Betrieb gehen. Rot/Grün sagt: Die Pilotkonditionierungsanlage macht nur Sinn an einem Endlagerstandort. Rot/Grün hat die PKA genehmigt. Geht es noch deutlicher ?! Mit jedem Castor wächst der Druck, die Pilotkonditionierungsanlage faktisch in Betrieb zu nehmen: verseuchte Luft, verseuchtes Wasser.

Noch einmal: der versprochene „Ausstieg“ ist kein Ausstieg, sondern eine Bestands- und Profitgarantie für die Atomindustrie. Rot/Grün ist ausgetrickst worden und versucht nun, uns das Ganze als Erfolg zu verkaufen. Gebrauchtwagenhändler Trit-tin will uns ein Schrottauto aufschwatzen und beschwört die „Nationale Verantwortung“. Wir sollen stillhalten. Gerade weil die CASTOR-Proteste unser wirkungsvollstes Mittel sind, will man sie uns abschwatzen – durch die Aufteilung in 'gute' und 'schlechte' Transporte, durch Mahnungen, moralische Appelle und Drohungen. Gebrauchtwagenhändler-Tricks.

Dieser Deal ist
nicht unser Deal!

Der Begriff „Konsens“ meinte mal eine breite gesellschaftliche Übereinkunft. Daraus ist eine Kungelei geworden, bei der die Atomindustrie die Spielregeln diktiert hat. Wir, die Bevölkerung, wurden gar nicht erst gefragt. Aber wir antworten, mit unseren bewährten Mitteln.

Wir wissen, was das heißt „Verantwortung“. Seit Jahrzehnten fordern wir das Grundrecht aller Menschen auf Leben und körperliche Unversehrtheit ein. Deshalb kämpfen wir weiter für einen wirklichen Ausstieg : Das Abschalten der AKW und das sofortige Ende der Wiederaufarbeitung.

CASTOR-ALARM – Wir stellen uns quer!

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Bearbeitet am: 09.02.2001/ad


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