CASTOR-Transport von La Hague nach Gorleben

TAG

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Wir stellen uns quer!

Nach dem Castor-Transport im Frühjahr 97 ins Zwischenlager Gorleben ist der Gegenseite klar geworden, auch mit noch so viel Polizei und BGS ist der Widerstand im Wendland nicht zu knacken. 20.000 Menschen haben sich gegen den Castor-Konvoi quergestellt. Das Demonstrationsgeschehen ist zu eiem Teil des Lebens, der Gesellschaft, der Kommunen, der Städte und Dörfer in der Region geworden. 30.000 Polizei- und BGS-Beamte waren im Einsatz, die Kosten belaufen sich auf rund 157 Mio DM, das Land Niedersachsen wird auf 12 Mio DM sitzen bleiben.

Das Wendland sollte sich beruhigen.

Auch die neue Taktik, uns mit einem Jahr Pause den Wind aus den Segeln nehmnen zu können, ist nicht aufgegangen.

Denn wir haben uns nicht beruhigt!

Der letzte Deal des Niedersächsischen Umweltministeriums in Sachen PKA hat auch dem/der letzten Lüchow-Dannenberger/in gezeigt: Wir werden verraten und verkauft! Ohne jede Scham hat sich die SPD von ihrer atomkritischen Haltung verabschiedet und besorgt nun ungeschrninkt das Geschäft der Gegenseite. Mit einem "Unterwerfungsvertrag"(siehe die Internetseiten - http://www.oneworldweb.de/castor/laufschrift.html) hat das Niedersächsische Umweltministerium sich zu Wohlverhalten verpflichtet. Für 15 Mio DM werden der Gesellschaft für Nulclearservice (GNS) beim Bau der Pilot-Konditionierungsanlage (PKA) in Gorleben keine Steine mehr in den Weg gelegt werden.

Auch die Samtgemeinde Gartow und die Gemeinde Gorleben sind zum Vertragspartner der Brennelementlager Gorleben (BLG), Tochtergesellschaft der GNS, geworden. Für 30 Mio DM "Strukturhilfemittel" verpflichten sie sich, den ordnungsmäßigen Betrieb der Anlagen und Einrichtungen der BLG in Gorleben, einschließlich der Transporte vom und zum Standort Gorleben zu unterstützen.

PKA, Endlager, Zwischenlager - alles läuft wie geschmiert!

Wir lassen uns nicht kaufen und werden uns nicht beruhigen!

Nun planen Politik und Atomindustrie erneut ein "heißes" Frühjahr. Sechs GlaskokillenTransporte mit hochradioaktivem Müll sind voraussichtlich kurz nach der Landtagswahl im März 98 nach Gorleben geplant. Drei Behälter sind bereits beladen. Es ist offensichtlich, daß die Atomindustrie mit Hilfe der Politik ihre skrupellosen Ziele rücksichtslos weiter verfolgt.

Die Atommülltransporte spielen dabei immer wieder eine zentrale Rolle. Atomkraft ist ein Riesengeschäft. Deshalb setzen die Manager der Atomindustrie alles daran, daß Politik in ihrem Sinne gemacht wird - gegen den Willen der Bevölkerung.

In Übereinstimmung mit der bundesweiten "NIX-mehr-Kampagne gegen Atommülltransporte" und mit dem Blick über den Tellerrand werden wir unsere Aktionen auch weiterhin mit der Forderung verknüpfen:

Sofortige Stillegung aller Atomanlagen!

Widerstand mit Wut und Witz im Wendland und nicht nur in Lüchow-Dannenberg, sondern auch entlang der Transportstrecken und anderswo in der Bundesrepublik.

Das Streckenkonzept:

Das Streckenkonzept wird von einer beim Ratschlag gebildeten Gruppe neu ausgearbeitet und beim Delegiertentreffen vorgestellt und diskutiert werden. Fest steht auf alle Fälle, daß die Auftaktkundgebung zum Tag X wieder in Lüneburg sein wird. Einige Gruppen haben beschlossen, verstärkt Camps entlang der Schiene zu errichten. Und diese besser einzubinden und um eine größere Flexibilität zu erreichen, sollen die Strukturen der Camps gerändert werden. Ein Streckenkonzept-Flugblatt wird im Büro der BI ausliegen.

Kraftvoll und mit Phantasie wie immer:

Wenn es bei dem erwähnten Transporttermin bleibt, dann müssen wir uns beeilen. Die offzielle Politik kam und kommt an uns nicht mehr vorbei. Schon beim letzten Transport ging ein Ruck durch den Landkreis. Der Widerstand hat sich nocheinmal deutlich verbreitert bis hin zu den politischen Entscheidungsgremien unseres Landkreises. Der Trend geht weiter.

Eine Region stellt sich quer!

Nach dem Motto "den Castor verhindern bevor er losfährt" müssen wir frühzeitig unseren Protest mit Vorfeldaktionen zum Ausdruck bringen und sichtbar machen. Es gibt immer wieder eine bunte Palette von Möglichkeiten. Zum Beispiel Xe am Haus, im Garten, auf den Feldern, auf dem Teich. Transparente, Plakate und phantasievolle Aktionen.

Bitte teilt uns eventuelle Änderungen Euerer Telefonnummer und Adresse mit, damit die Liste der Telefonkette und der Adressenverteiler aktualisiert werden können.

Für unsere Arbeit benötigen wir nach wie vor Spenden. Neue Mitglieder für die BI zu werben oder selbst Mitglied zu werden verstärkt die personelle und finanzielle Basis des Erfolgs.

Nehmt dieses Flugblatt, das laufend aktualisiert wird, zum Anlaß auf andere Menschen zuzugehen. Jedes Gespräch lohnt sich!

Stand 5. 12.97

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Drawehner Straße 3,
29439 Lüchow,
Telefon 05841-4684,
Fax 05841-3197
Spendenkonto 2 060 721 KSK Lüchow (BLZ 258 513 35)
Internet: http: /www.oneworldweb.de/castor

Anmerkung der
CASTOR-NIX-DA- Kampagne Redaktion:

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