Leserbrief der

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vom 25.05.1998

"Grill ist Teil des Skandals"

Betrifft: "Großes Problem", MdB Grill zum CastorSkandal

Jahrzehntelang hat er in vorderster Front die Atomenergie durchgesetzt. Fragen, Zweifel, Bedenken, Ängste, Protest hat er entschieden und zu jeder Zeit niedergemacht. Kein Mittel war schlecht genug, keine politische Diffamierung mies genug, wenn es darum ging, Gegner der Atomenergie gerade auch hier in seinem Wahlkreis fertigzumachen. Kriminelle und Staatsfeinde sind für Kurt-Dieter Grill diejenigen, die ihre Heimat verteidigen und sich seinen politischen Plänen widersetzen, den Landkreis an die Atomindustrie zu verkaufen.

 Seit über 20 Jahren hat er jede verbale Schlacht für die Durchsetzung der Gorlebener Anlagen geschlagen. Männer wie er haben in jeder Situation die Ungefährlichkeit der Atomenergie betont, die deutschen Sicherheitsstandards, die deutsche Technik über alles gelobt.

Und jetzt? Sie haben Betrüger gedeckt. Die Atomindustrie hat seit Jahren die Gefährdung insbesondere von Transport- und Lagerarbeitern und von Polizisten bewußt in Kauf genommen. Keiner von den großen Bcfürwortern wie Grill will etwas gewußt haben.

 Glaubt man seinen Worten in der Elbe-Jeetzel-Zeitung, sind alle verantwortlich: die Franzosen, die Industrie, die Atomaufsichten der Länder - nur er nicht. Politiker wie Grill, Befürworter der Atomenergie, und die finden sich gehäuft hauptsächlich in seiner Partei, haben dafür gesorgt, daß die Atomindustrie nur von sich selber kontrolliert wird. Dieses wasserdichte System, das Kritikern fast jede Einsicht und Kontrolle verwehrt, ist Ergebnis einer verantwortungslosen Politik.  

Kurt-Dieter Grill schreit nun auch: Skandal, Skandal! Er will vergessen machen, daß er Teil des Skandals ist. Um die Gefahren der Atomenergie zu minimieren, müssen gefährliche Politiker wie er und Merkel, wenn sie denn nicht zurücktreten, endlich abgewählt werden.

 Rebecca Harms, MdL, Dickfeitzen 

Bearbeitet am:25.05.1998 /ad


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