Leserbrief der

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vom 03.06.1998

Kein Wort vom Ausstieg

Betrifft: Minsterin Merkel fordert mehr Transparenz

Wer in den letzten Tagen die Diskussion in den Medien und Berichte in den Zeitungen bezüglich des Atom-Skandals verfolgt hat, wird feststellen, daß mit keinem Wort von Energiekonsensgesprächen noch von einem Atomenergeausstieg von seitens der Umweltministerin die Rede war. Ganz im Gegenteil, es werden Anstrengungen unternommen, die ohnehin ja so sichere Gewinnung von Atomtomstrom und der sicheren Transporte von Castor-Behältern noch sicherer zu machen.

Worauf müssen wir denn eigentlich warten, bis es heißt: Atomstrom Stop? Solartechnik hat Vorrang! Muß tatsächlich "das Kind erst in den Brunnen gefallen sein?" Reichen- Vorfälle wie Tschernobyl im April 1986 und diverse andere Vorfälle, die auch möglicherweise gar nicht an die Öffentlichkeit gelangen, nicht aus, um endlich der Atomenergie den Rücken zu kehren?

Nein, Frau Merkel fordert lediglich mit ihrem Zehn-Punkte-Programm zu mehr Kooperation und Transparenz auf. Das ich nicht lache, nein, mir wird eher speiübel!
Frau Merkel übernimmt noch immer keine Verantwortung für ihr Tun, sondern schiebt enfach (so wie Kuchen backen) den Schwarzen Peter den Betreibergesellschaften zu und jene (Bauernwerke) können tatsächlich auch schon Kuchen backen, denn es ist gar nicht schwer, die Auflagen zu erfüllen, und schon können die Castor-Transporte wieder kreuz und auer durch die Lande ziehen.

Vertrauen in die Gewinnung von Atomstrom und deren Entsorgung hat von seiten der Atomkraftgegner nie bestanden. Meine Hoffnung ist, daß jetzt endlich die "Dulder" der Atomenergie, insbesondere auch die Polizeibeamten, denn eigentlich Kriminell,en den Rücken kehren und nicht mehr gegen friedliche, gewaltfreie Demonstranten den Schlagstock erheben!

Meine Hoffnung ist auch, daß viele Menschen aus der Bevölkerung durch diesen Skandal wachgerüttelt wurden und sich mit auf unsere Seite stellen! Denn eines ist sicher: Allein die Existenz von Atomkraftwerken mit ihrer Gewinnung von Strom und Entsorgung selbst birgt das größte Risiko für die gesamte Menschheit und aller Lebewesen!

Eveline Bernhardt-Burmester, Beesem

Bearbeitet am:03.06.1998 /ad


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