Lügen werden sie nicht genannt, die »unwahren Behauptungen» seitens der Niedersächsischen Landesregierung. Und bei dem Titel »Gorleben per Hand nachgereicht» könnte es sich auch um die Korrektur bloßer Vergesslichkeit handeln.
Realität ist das leider nicht, denn mit dem einzig unabhängigen Standort-Gutachten (TÜV Hannover vor weit über 30 Jahren) soll das von CDU und FDP einzig gewollte »Endlager» Gorleben als »wissenschaftlich» durchgedrückt werden, obwohl es im Original-Gutachten überhaupt nicht vorkommt!
Sollte man es nicht als Fälschung sehen, wenn auf unerklärte Weise und nicht von den Gutachtern bestätigt eine zweite »Seite 50» im Aussehen wie die Original-Gutachtenseite eingeschoben wurde? Durch wen? Das wird bis heute verheimlicht. Sind nicht auch all jene Fälscher, die solche Manipulationen veranlassten, sie herstellten, hineinschoben - so wie alle jene, die solche Fälschereien noch heute als »wissenschaftlich» ausgeben? Doch unser Rechtsstaat bietet für Politiker und willfährige Leute besonderes Recht und besondere Richter nach Parteiengesichtspunkten und besondere Staatsanwälte, die im Amt belassen werden, während man die kritischen abzieht, wenn sie einem zu vermutenden Verbrechen nahe kommen.
Was unsere Landesregierung uns als da »wissenschaftlich» andrehen will, wäre richtig benannt »politisch». Für etliche Leute mag der kerngesunde Kern der »Kernkraft» das viele Geld sein, das uns Bürgern mit Hilfe von Politikern aus der Tasche gezogen wird. Doch deren Mehrheit ist gegen Atomkraft. Ihre Augen sind (oft auch mangels Masse) nicht mit Geld zugekleistert und sehen den (Atom-) Kern der Atom-Machenschaften anders. Und das sind die gesundheitlichen Schäden für alle. Gorleben ist der abgesoffenen Asse geologisch sehr ähnlich. Logisch, dass da nicht bloß »Risiken und Gefahren» ähnlich sind (wie es uns Politiker und Medien verschleiernd glauben machen wollen), sondern auch das baldige Absaufen von Gorleben wahrscheinlich. An Hinweisen und Warnungen dazu fehlt es nicht.
Was passiert derzeit eigentlich mit den zwölftausend Litern Asse-Wasser täglich? Schweigen, wegschauen? Kein Wasser bleibt irgendwo »da unten» oder auf ewig in irgendwelchen Sammelbecken. Irgendwann ist es »überall», radioaktiv und giftig. Und dann »müssen» Grenzwerte erhöht werden, damit die Bevölkerung wieder Grenzwerte befreit durchatmen kann. In Niedersachsen und überall. Prost Trinkwasser!
Horst Baumhauer,
Hitzacker