Leserbrief der

ejzmini.gif (1299 Byte)

vom 21.12.2011

Ein Resultat der Lebensumstände

Betrifft: statistische Häufung der Geburt von Jungen im Umkreis von Gorleben

Ich möchte die aktuelle Diskussion um die Häufung der Jungengeburten um einen Aspekt ergänzen: In der Zeitschrift »Bild der Wissenschaft» wurde bereits 2004 ein Artikel veröffentlicht, in dem über Ergebnisse verschiedener Studien zum Geschlechterverhältnis bei Neugeborenen berichtet wurde. Es ließ sich beobachten, dass besonders in Krisenzeiten und bei hoher Umweltbelastung das Zahlenverhältnis Junge zu Mädchen bei Neugeborenen sinkt, dass dann also weniger Jungen geboren werden. Umgekehrt steigt der Prozentsatz der Jungen unter den Neugeborenen, wenn die gesellschaftliche Situation stabil und die Umwelt in Ordnung ist.

Genannt werden die Autorinnen Devra Davis von der Carnegie Mellon University, Pittsburg, USA, und Angelo Gagnacci, Modena. Demnach wäre die Häufung der Jungen-Geburten im 35-Kilometer-Umkreis um Gorleben im Zeitraum 1996 bis heute (109 Jungen auf 100 Mädchen anstatt 105,5 Jungen auf 100 Mädchen im Bundesdurchschnitt) insbesondere ein Resultat der Lebensumstände, die wir in unserem Landkreis und seiner Umgebung so schätzen: saubere Luft, geringe Verkehrsbelastung, viel Natur, wenig Stress.

Näheres unter www.wissenschaft.de/wissenschaft/hintergrund/238393.html

Berthold Schüßler,
Hitzacker

Bearbeitet am: 22.12.2011/ad


Zurück zur Homepage