Pressemitteilung vom 15.1.98

Hausdurchsuchung bei Atomkraftgegner bei Kiel wegen Krümmel

Heute früh hat die Kriminalpolizei Kiel die Räumlichkeiten von Tobias Böhme wegen des Verdachts auf öffentlichen Aufruf zu Straftaten durchsucht. Er hatte im September 97 auf einem Informationsabend in Hamburg die Aktion Ausrangiert, eine gewaltfreie, öffentlich angekündigte Demontage des Gileisanschlusses des AKW-Krümmel, vorgestellt.

Heute früh um etwa 5.45 Uhr standen zwei Polizeibeamte der Kriminalpolizei Kiel vor der Türder WG von Tobias Böhme in Tüttendorf bei Kiel. Sie wiesen einen Hausdurchsuchungsbefehlvor und wiesen, da er selbst nicht Zuhause war, seine Mitbewohinerin an, bei der Durchsuchungals Zeugin zu fungien.

Was diese verweigerte, so daß sie sie einen Gemeindevertreter holen mußten, ehe sie die ca. 45 Minuten dauernde Durchsuchung beginnen konnten. Gefunden oder beschlagnahmt haben sie nichts!

Veranlaßt worden war die Durchsuchung von der Staatsanwaltschaft Hamburg, die gegen Tobias Böhme ein Ermittlungsverfahren wegen öffentlichen Aufrufs zu Straftaten führt. Er hatte im September 97 bei einem Informations- und Mobilisierungsabend im Audiniax der Uni Hamburg für das Schienenaktions wochenende vom 20./21.9.97 die Aktion Ausrangiert vorgestellt. Eine gewaltfreie öffentlich angekündigte Demontage, des Gleisanschlusses des AKW-Krümmels, die lin Rahmen des Aktionswochenendes geplant und von mehreren hundert Menschen auch durchgeführt wurde.


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