Widerstandskraft

Mit Witz und Courage

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gegen Castor, Endlager und
Grundrechtsverletzungen

Inhalt

Tür und Tor offen für den Widerstand
von Ilona Joerden

Bericht der Castorgruppe Laase-Grippel-Prezeetze
von Margarete Pauschert

Zum ersten Mal beim Castortransport
von Silke Raguse

Das Dörferver-rücken
von Magdalene Seffers-Michalski

Widerstand gegen Yucca Mountain
von Judy Treichel, USA

Widerstand gegen Australiens einzigen Atomreaktor
von Genevieve Rankin, Australien

Australienkontakt
von Magdalene Seffers-Michalski

The poison-leave it
von Irati Wanti, Australien

Brief an meine FreundInnen
von Marie Dinkgrefe

Die Schulbesetzung der freien Schule Hitzacker
von Martin Donath

Ein Castortransport mit vielen Gesichtern
von Dr. Elke Stevens

Die Sicherheit der Typ B(U)-Transport und Lagerbehälter »CASTOR HAW-20/28-CG« ist beurteilt nach dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik nicht gewährleistet
von Heinrich Messerschmidt

Die Prozeßerklärung von Marie
von Marie Steinmann


Editorial

Wenn wir vom Widerstand gegen den Castortransport im November 2002 berichten, können wir auf viel Spaß und gute Laune zurückblicken: Am Samstag vor dem Castor die Auftaktkundgebung mit Willem Wittstamms Show »Wetten das nicht....«, am Sonntag die Aktion »Das Wendland wird ver-rückt«, am Montag, (dem 11.11.) eine Karnevalsdemo unter dem Motto »Der Zug kütt« und viele, viele komische Situationen am Rande. Das Wendland zeigt Galgenhumor, und das obwohl, oder gerade weil die Lage bitter-ernst ist. Das radioaktive Risiko, welches in jedem Castor-behälter schlummert, erhöht sich mit jedem Behälter, der neu ins Zwischenlager kommt. Am Endlagerprojekt Salzstock Gorleben, das nach rationeller und wissenschaftlicher Überlegung und Untersuchung her völlig ungeeignet ist, wird von Seiten der Atomwirtschaft beharrlich festgehalten und auch eine rot-grüne Regierung schafft es nicht, das Projekt vom Tisch zu wischen.

Infolgedessen sind es immer wieder Tausende von Menschen, die in den Tagen des Castortransportes ihren Unmut auf der Straße zeigen und sich das vom Staat nicht verbieten lassen. Je größer die Repression durch Polizei und Rechtsbehörden, um so entschlossener, aber auch bunter, phantasievoller und vielfältiger der Widerstand. Dies war im November 2002 sichtbar.

Während wir international große Solidarität erleben, gilt auch unser Blick den radioaktiven Gefährdungen in anderen Teilen der Welt, insbesondere den Menschen , die existenziell durch den Beginn der Atomspirale, durch den Uranabbau, bedroht sind. Im vergangenen Jahr hatten wir drei Australienbesucher im Wendland und unsere Perspektive ist eine gemeinsame Kampagne, die aufzeigt, wie deutsche Firmen in Australien durch das Urangeschäft die Umwelt und Menschenleben dort bleibend schädigen.

Das von Greenpeace organisierte Endlagerhearing kurz vor dem Castortransport in Dannenberg wirft ein Licht auf den weltweiten Endlagersuchprozeß: Es gibt bislang kein Endlager und die Akzeptanz der Bevölkerung für mögliche (aber niemals wirklich sichere) Standorte wird mit geldschweren Kampagnen erkauft.

Je tiefer wir uns mit dem Thema Atomenergie beschäftigen, umso größere Notwendigkeit sehen wir, uns mit aller Kraft zu wehren, wenn ein Castortransport ins Wendland rollt.

Thomas Seffers & Magdalene Seffers-Michalski

 

Impressum Widerstandskraft Nr. 2
Zeitung für internationale Vernetzung von Widerstand aus dem Wendland

Satz, Layout, Druck, Herausgabe:
Thomas Seffers, Magdalene Seffers- Michalski

Fotos:
Werner Lowin, Thomas Seffers


Dieses Heft ist erhältlich:
M. Seffers-Michalski
Beesem 19
29487 Luckau
Tel: 05844/ 976152
Email: widerstandskraft@web.de
oder
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Tel: 05841/4684

Bearbeitet am: 21.07.2002/ad


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