Widerstandslieder

eine Musik-CD

Aktuelle gut gedichtete Texte zum Castor-Transport im Wendland mit bekannten Melodien eines unbekannten Chores mit Gitarre

gegengift.jpg (9706 Byte)

GEGENGIFT

Titel:

1 . Auf der Straße von Grippel und Lanze

2. Bei uns im Wendland

3. Das könnt ihr uns nicht verbieten

4. Die Castoren muss man stoppen

5. Die Polizei steht hier herum

6. Du glaubst, sie schonen dich

7. Ein Bett im Wendland

8. Es brummt ein Trecker im Wald

9. Freudig wollen wir heut singen

10. He, Polizist

11. In Breese steht ein Castorkran

12. Mann blockieren Sünde sein

13. Kleiner Mensch

14. Kommt her und widersetzt

15. Novomberbessanova

16. Sieben mal war hier schon Casterzeit

17. Und wenn der Himmel lacht

18. Wir verklagen die Deutsche Eisenbahn


 

1. Auf der Straße von Grippel u. Laase

Auf der Straße von Grippel und Laase,

da saßen die Menschen frierend in der heißen Phase.

Ich hielt an und fragte was wär’.

Da sagten sie, komm zu uns und hilf uns blockieren.

Ich sah ihre Augen und hör’ Argumente,

da wurde mir klar, wogegen sie demonstrieren.

Sie sagten, sie woll’n weder Krieg noch Atom,

der Ausstieg aus dem Mist muss endlich passieren.

 

Refr.: Atomlobbyisten sind keine Christen

und wir noch lange keine Terroristen.

Wir halten stand und bleiben stur,

werden wir auch weggeschleppt von den Polizisten.

 

Atomkraftträume sind bald ausgeträumt,

und Tausendmillionen werden nicht mehr verschwendet.

Denn wir geben nicht auf und machen Rabatz,

bis wirklich der Atomausstieg ist vollendet

 

Refr.: Atomlobbyisten sind fiese Gesellen

und wir ganz sicherlich keine Kriminellen.

Wir halten stand und bleiben stur,

wir werden uns auch weiterhin konsequent querstellen.

Atomlobbyisten sind asozial

und sehr weit entfernt von Anstand und Moral.

Wir halten stand und bleiben stur,

wir widersetzen uns, wenn’s sein muss, auch zum X-ten Mal.


 2. Bei uns im Wendland

Wind von vorn, doch wir sind frei,

auf den Straßen die Traktoren.

Zieh’n vorbei an Polizei,

und es dröhnen die Motoren.

Mit Entschlossenheit und Mut

gehen dem Unrecht wir entgegen.

Sind dabei immer auf der Hut,

auf Schienen und auf Wegen.

 

 Es gehen keine Lichter aus,

wenn auf Atomstrom wir verzichten.

Die Sonne liefert Strom frei Haus,

ohne Leben zu vernichten.

Es gehört zum guten Ton,

auf Naturstrom umzusteigen.

Viele wechselten ja schon

und können es euch zeigen.

 

Refr.: Bei uns im Wendland

muss der Widerstand schrankenlos sein.

Alle Ängste alle Sorgen, sagt man,

sind vertagt auf morgen und dann

setzen alle auf die Straße uns hin:

Widerstand macht Sinn.


3. Das könnt ihr uns nicht verbieten

Ist doch klar, die Politik versagte hier,

hinterlässt ein Todessouvenier.

Wir haben den Atomstrom nicht bestellt,

doch die Entsorgung kostet unser Geld.

 

Karrt ihr auch viel Polizei heran.

Sind des dann fast 15.000 Mann.

Bewachen sie doch nur den Strahlenmüll.

Solange sie das tun, wird’s hier nicht still.

 

Wenn Ihr wollt, dass Ruhe herrscht im Land.

Setzt doch endlich ein den Sachverstand.

Schaltet weltweit Kernkraftwerke aus,

dann bleiben mit Vergnügen wir zu Haus.

 

Refr.: Das könnt ihr uns nicht verbieten,

zu demonstrieren alle Zeit, ganz genau so wie heut’.

Das könnt ihr uns nicht verbieten,

und es tut uns gar nicht leid.


4. Die Castoren muss man stoppen

Es rennen Polizisten im Wendland durch den Wald.

Das ist ein schlechtes Zeichen, denn dann rollt der Castor bald.

Er fährt durch halb Europa und alles wird verstrahlt.

Das ist ,ne Riesenschweinerei, für die der Bürger zahlt.

 

Refr.: Die Castoren muss man stoppen, denn sie sind eine Gefahr.

Castoren muss man stoppen, dazu sind wir schließlich da.

Ich habe sie gesehen, und ich habe mir gesagt:

Castoren muss man immer stoppen, Tag und Nacht.

 

Die Witzfigur’nregierung ist bestechlich und korrupt.

Hab’n als Gönner und Verfechter der Atomkraft sich entpuppt.

In unglaublich dreister Weise kalkulieren sie den Tod

für alle Bürger hier im Land, drum: Widerstand tut not.

 

Refr.: Die Castoren muss man stoppen…

 

Der Grenzschutz ist in Wahrheit eine Volkspolizei.

Wenn’s Volk sich gegen Unrecht wehrt, dann eilt er fix herbei.

Verfassungsschutz liebt Staatsmacht, nur Bürgerrechte nicht.

Drum müssen wir es selber tun: Der Widerstand wird Pflicht.

 

Refr.: Die Atomkraft muss man stoppen, denn sie ist eine Gefahr.

Atomkraft muss man stoppen, dazu sind wir schließlich da.

Die Strahlungskraft ist tödlich, noch viele tausend Jahr’:

Darum muss man Atomkraft stoppen, heut’ und immerdar.


5. Die Polizei steht hier herum

Die Polizei steht hier herum – zwo, drei vier, ssstata fideralala.

Davon wird nur das Rückgrat krumm – zwo, drei, vier, ssstata fideralala.

Kein sanftes Ruhekissen ist ihr Gewissen, ist ihr Gewissen.

Kein sanftes Ruhekissen ist ihr Gewissen.

 

Wenn sie doch endlich mal begriff – zwo, drei, vier, ssstata, fideralala,

was sie beschützen ist nur Siff – zwo, drei, vier, ssstata, fideralala.

Haben leider keine Ahnung von Todesstrahlung, von Todesstrahlung.

Haben leider keine Ahnung von Todesstrahlung.

 

Und sind sie später dann mal krank – zwo, drei vier, ssstata, fideralala,

frohlockt der Staat dann: „Gott sei dank!"– zwo, drei, vier, ssstata, fideralala.

Ihr Leben geht zu Ende, wir spar’n die Rente, wir spar’n die Rente.

Ihr Leben geht zu Ende, wir spar’n die Rente.

 


6. Du glaubst, sie schonen dich

Du glaubst, sie schonen dich, da irrst du dich sehr schwer.

Atomkraft wird beschützt vom Polizistenheer.

Doch das ist Unrecht, und wir setzen uns zur Wehr.

Wir wollen Bullen und Schnüffler hier nicht mehr.

 

Ihr habt uns eingesperrt, verprügelt und verletzt.

Damit verstoßt ihr jedoch gegen’s deutsche Grundgesetz.

Ihr seid im Unrecht, deshalb gibt es Gegenwehr.

Wir wollen Bullen und Schnüffler hier nicht mehr.

 

Ihr werdet es schon seh’n, uns kriegt man nicht kaputt.

Wir leisten Widerstand. Na, ja, watt mutt datt muhuhutt.

Vor uns’ren Augen, da schimmert zu viel grün.

Wir können Bullen und Schnüffler nicht mehr seh’n!

 

 

Refr.: Haut ab nach Hause, verzieht euch, nach Hause, verzieht euch,

denn nur ohne Euch könn’ wir hier glücklich sein.


7. Ein Bett in Wendland

Ist im November wieder Castorzeit,

dann machen Wendland’s Menschen sich bereit

und laden alle ein, hier mit uns zu demonstrieren.

Denn auf dem Spiel steht das Bürgerrecht

und die Zukunft des ganzen Menschengeschlechts.

Hebt mal den Hintern hoch und lasst euch mobilisieren.

 

Etwas später saßen wir auf der Straß’.

Es war kalt. doch zum Glück war’s nicht nass.

Wir waren gut gelaunt und entschlossen, sitzen zu bleiben.

Wendlandvolxküche kocht recht gut und gesund.

Es gibt immer Frischgemüse ganz bunt.

Niemand muss hier Durst oder Hunger leiden.

 

Refr: Ein Bett im Wendland ist für dich immer frei,

,ne heiße Suppe, die ist auch mit dabei,

der Kaffee duftet, heute gibt’s auch ein Ei

für unsre Freunde.

Ein Bett im Wendland, manchmal ist’s auch aus Stroh,

an jeder Ecke steht schon ein Dixi-Klo,

ein Bett im Wendland, und nirgendwo bist du alleine.


8. Es brummt ein Trecker im Wald

Es brummt ein Trecker im Wald,

wir schlagen Holz, es wird kalt.

Wir heizen ein mit allem,

was auf den Nägeln brennt

 

Refr.: Alle ortsAufsässigen kommen zu Hauf herbei:

Der Platz ist unser, wir sind so frei,

weg mit Schnüffelei und mit Bullerei, aj, aj, aj.

 

Hast du dein Werkzeug dabei?

Ich hab’ mein Werkzeug dabei.

Und auch die Säge?

Klar, auch die Säge ist mit dabei.

 

Refr.: Alle ortsAufsässigen kommen zu Hauf herbei…

 

Auf, auf zum Schienenstrang,

der Castorzug der wird lang.

Atomstaatsmacht, die wir nicht wollen: Entmachtet Macht!

 

Refr.: Alle ortsAufsässigen kommen zu Hauf herbei:

Die Bahn ist unser, wir sind so frei.

Weg mit Schnüffelei und mit Bullerei, aj, aj, aj.

 

Die sagen, das Geld sei so knapp.

Das ist doch Papperlappap!

Castor und Krieg, so heißt das wahre Milliardengrab

 

Refr.: Alle ortsAufsässigen kommen zu Hauf herbei.

Das Leben ist unser, wir sind so frei,

weg mit Schnüffelei und mit Bullerei, aj, aj, aj.

Lalalalalalalalala, lalalalalalalalala, lalalalalalalalala, lalalalalalalalala.


9. Freudig wollen wir heut’ singen

Freudig wollen wir heut’ singen, singen macht uns alle frei.

Und es soll durch’s Wendland klingen, in den Ohr’n der Polizei:

Wir geh’n aufrecht miteinander, stellen uns beharrlich quer.

Alle Menschen soll’n es wissen, stark ist uns’re Gegenwehr.

 

Strafen den Atomstaat Lügen, der uns bringt den Strahlenmüll.

Setzt es durch mit Castorzügen, dazu sind wir niemals still.

Singen laut aus voller Kehle: Niemand will hier Todesschrott:

Wir woll’n Strom von Wind und Sonne, denn der bringt uns nicht in Not.

 

Hört uns zu, ihr Menschen, die Atomkraft bringt Millionen Jahr

Strahlentod, und nicht nur heute bleibt bestehen die Gefahr.

Darum lasst euch überzeugen und stellt euch an uns’re Seit.

Wollen dann gemeinsam streiten für die Zukunft: Sonnenzeit!

 


10. He, Polizist

Die Polizei als dein Freund und Helfer, das ist lange her.

Nun lässt sie sich missbrauchen, schützt die Bevölkerung nicht mehr.

Für ein Gesetz, das Unrecht ist, treten sie ein.

Riesengewinne macht schon lange die Atommafia.

Für die sind heute die Polizei und auch der Grenzschutz da.

Das kann und darf auf keinen Fall die Zukunft sein.

 

Für die Profite der Atomkonzerne werdet ihr benutzt.

Dafür wie Mittelalterritter mächtig rausgeputzt,

und werdet doch nur sehr gering dafür bezahlt.

Auf friedliche Demonstranten werdet ihr erneut gehetzt.

Und kommt der Castor, skrupellos der Verseuchung ausgesetzt.

Ihr werdet alle ungefragt ganz schlimm verstrahlt.

 

Es ist schon dunkel und ihr habt uns wieder hier umringt,

damit die Mafia sicher den Müll ins Zwischenlager bringt.

Dort steht er rum und ungewiss ist sein Verbleib.

Bis heute kann niemand sagen, was genau da vor sich geht.

Die Strahlung, das ist sicher, Millionen Jahre fortbesteht.

Wer überblickt denn diese ungeheure Zeit?

 

Refr.: He, Polizist, wie sagst du es deinen Kindern,

wenn sie dich fragen, konntest du es nicht verhindern?

Denk doch mal nach, was du hier bewachst, ist Todesfracht, nimm dich in acht!

Du wirst doch nur von der Politik beschissen,

läd’st schwere Schuld Dir auf Dein Gewissen,

reich uns die Hand und leiste mit uns Widerstand, für dein Land.


11. In Breese steht ein Castorkran

In Breese steht ein Castorkran, da hängt sich manchmal Greenpeace dran,

damit in dem korrupten Staat Atomkraft keine Chance hat.

Der Widerstand ist informiert, der BGS schwer irritiert.

Der Einsatzleiter hat gepennt, jetzt steht er da im kurzen Hemd.

 

Die Avacon verkauft gern Strom, besonders den aus viel Atom.

Doch überlässt sie dann den Dreck, dem Volk, räumt ihn nicht selber weg.

Wir wissen alle ganz gewiss, Atommüll ist kein Fliegenschiss,

Millionen Jahre hochbrisant, wird er gekarrt in unser Land.

 

Refr.: Und zwischen Porree und Spinat steh’n die Bullen sich die Füße platt:

Haut ab, skandiert das Volk, haut ab, skandiert das Volk, haut ab,

haut ab nach Hause

nach dem Refrain der zweiten Strophe:

Haut ab, haut ab, haut ab, haut ab, haut ab, haut ab, haut ab, haut ab,

haut ab, haut ab, haut ab nach Hause.


12. Kann blockieren Sünde sein?
nach der Melodie "Kann denn Liebe Sünde sein?"

Manchmal macht mein Nachbar mir das Leben sehr zur Qual,

denn er spricht nur immer von Moral.

Und was er auch denkt und tut, man merkt ihm leider an,

dass er mich nicht glücklich sehen kann!

Sagt er dann: „ Du liebe Zeit! Ich tu’ so etwas nicht!"

Dann frag ich voll Bescheidenheit mit lächelndem Gesicht

 

„Kann Blockieren Sünde sein?"

Plagt es dein Gewissen, wenn du dich setzt

und ein klitzekleines Gesetz verletzt.

Kann es wirklich Sünde sein, wenn der Allerwerteste sich platziert,

wenn er dieses gräuliche Ding blockiert?

Niemals werde ich bereuen,

was des Nachts mit meinem Hintern geschah.

Das müsst ihr mir schon verzeihen: Dazu ist er ja da.

Sitzen kann nicht Sünde sein, und selbst wenn’s so wär,

so wär’s mir egal. Lieber will ich sündigen mal,

als ohne Rückgrat sein.

Was die Welt auch denkt von mir, das ist mir einerlei,

ich bleibe immer nur dem Hintern treu.

Auch die Menschen, die viel spotten, tun mir höchstens leid.

Liebe Leute, bitte nur kein Neid!

Billigt eurem Hintern zu, dass er die Straße küsst.

Jeder würd’ das gerne tun – auch wenn’s verboten ist:

 

„Kann blockieren Sünde sein … usw.


13 Kleiner Mensch

He, kleiner Mensch auf dem Schienenstrang,

pass auf, da kommt Polizei.

He, kleiner Mensch auf dem Schienenstrang,

verwickeln dich in Rangelei.

Und wollen sie grob von den Gleisen dich pflücken

verlass deinen Platz wie der Blitz, flitz!

 

Und setz’ dich still auf die Straße hin,

da bleibst du nicht lange allein.

Es kommen auch Igel und Igelin

und sitzen im Sonnenschein.

Und wollen sie grob von der Straße euch räumen,

verlasst euren Platz wie der Blitz, flitz!

 

Und setzt euch wieder woanders hin,

da seid ihr gewiss nicht allein.

Schon da sind auch Igel und Igelin

und sitzen im Sonnenschein.

Und wollen sie grob von der Straße euch räumen,

verlasst den Platz n i c h t wie der Blitz, s i t z t !


14. Kommt her und widersetzt

Kommt her und widersetzt,

euch heute, hier und jetzt.

Besetzt, besetzt den Platz

und seid bereit.

Wir haben kein Minütchen, kein Sekündchen mehr,

wir müssen uns beeilen.

Kommt legt noch zu, noch einen Zahn,

der Müll kommt heute mit der Eisenbahn.

Schnell weg da, weg da, weg.

Da kommt die Polizei.

Die sucht nur Streit.

Wir haben Castorzeit!

Wir müssen rennen, springen, singen,

laufen, sitzen und gleich wieder aufstehen.

Wir dürfen keine Zeit verlieren, stell’n uns quer

trotz ihrer Übermacht.

Kommt her und widersetzt…


15. Novemberbossanova

November Jahr für Jahr, droht uns die Gefahr.

Von Frankreich kommt bei Nacht die verseuchte Fracht.

Doch auf dem Weg hierher, stell’n sich die Menschen quer,

denn sie wollen den Dreck schon lang nicht mehr.

Aber Polizei und Grenzschutz, die beschützen ihn.

Dafür sorgten fiese Gängster, die nennen sich Rot-Grün.

Ihr mieses Spiel hab’n wir schon lange hier durchschaut

und wieder auf die eigene Kraft vertraut.

Wir lassen uns nicht unterkriegen, wir leisten Widerstand.

Sagt, wann ermüdet ihr? Niemals, wir bleiben munter!

Auch noch nachts um vier? No, no, uns kriegt nix unter!

Rebellisch seid ihr hier! Wir treiben’s eher bunter

im Widerstand.


16. Sieben mal war hier schon Castorzeit

Wenn die wilden Gänse in die Elbtalaue flieh’n

und im Garten noch die letzten Astern blüh’n,

wird es im Wendland wieder heftig grün,

Polizisten in den Landkreis zieh’n.

Dann wird mir kalt und wieder siedend heiß,

doch ich immer ziemlich sicher bin und weiß,

dass mein Ungehorsam nicht wird müd’

und dann singe ich ein Demolied:

 

Robin Wood und Greenpeace kommen oft hierher,

überlisten Staatsmacht wieder einmal mehr,

und das freut dann uns’re Herzen sehr

und bestärkt uns in der Gegenwehr.

Auch die Bauern kennen manche pfiff’ge List,

sind besonders frech als Wendlandtraktorist.

Blockieren Wege, bis der Reifen glüht

und dann singen sie ein Demolied:

 

Schneiden manchmal in den Zaun von Tramm ein Loch,

tragen Fahnen, Transparente mutig hoch,

gröhlen dazu freche Lieder noch

und blockieren den Atommüllzoch.

Wir bedauern BGS und Polizei,

mancher wäre sicher gern bei uns dabei.

Traurig steh’n sie da in Reih’ und Glied,

und wir singen unser Demolied:

 

 

Refr.: Sieben mal war hier schon Castorzeit.

Sieben mal macht Polizei sich breit.

Doch die Menschen hier im Wendenland

leisten unerschrocken Widerstand.

Kommen Castoren auch zum X-ten Mal,

eilen wir in immer größ’rer Zahl,

auf die Straße, ist die Nacht auch kalt,

stärkt das nur noch den Zusammenhalt.


17. Und wenn der Himmel lacht

Wenn der Staat die Gesetze bricht,

dann wird Widerstand zur Bürgerpflicht.

Wir setzen uns für die Grundrechte ein

und werden niemals gehorsam sein.

 

Kocht in uns manchmal auch die Wut

bei soviel Polizei, uns sinkt nicht der Mut.

Denn unser Ziel ist eine saubere Welt,

in der nur die Natur und das Leben zählt.

 

 

Refr.: Und wenn der Himmel lacht,

dann wird bei uns Strom gemacht.

Uns spendet die Sonne das Licht,

wir brauchen euren Atomstrom nicht.


18. Wir verklagen die Deutsche Eisenbahn

Fünf mal am Tag fährt, aufgemerkt,

ein Zügelein nach Dannenberg.

Die Strecke war schon sehr marod’,

vom alsbaldigen Verfall bedroht.

Da trat ein Mehlworm auf den Plan,

für 20 Mille flickt er die Bahn.

 

Er behauptete es wär’

für den Personennahverkehr.

Doch auf die Schiene wird gebracht

eine tödlich strahlende Fracht.

 

Jedes Kind hat hier kapiert,

für die Atommafia wurd’ repariert.

Wir widersetzen uns am Gleis,

der November wird wieder heiß.

 

 

Refr.: Wir verklagen die Deutsche Eisenbahn,

Deutsche Eisenbahn, Deutsche Eisenbahn.

Sie ist schuld dran, dass die Castoren fahr’n,

die Castoren fahr’n, die Castoren fahr’n.

 

 


Bezugsquelle:

Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg

Preis: 10,- Euro
plus Versand 1,44 Euro

Bearbeitet am: 10.10.2004/ad


zurück zur Homepage