Querstellen gegen den Castortransport im November 2005
Zwischen dem 6. und 16.November steht
der nächste Transport mit 12 hochradioaktiven Castorbehältern aus der französischen
Plutoniumfabrik La Hague nach Gorleben an. Die berühmt-berüchtigte fünfte
Jahreszeit im Wendland rückt näher. Schon seit Ende August hocken Polisten in
Containern und bewachen die Bahnbrücken der Bahnstrecke zwischen Lüneburg und
Dannenberg. Dort wird die radioaktive Fracht von der Bahn auf Straßencontainer umgeladen,
denn die letzten 20 Kilometer bis nach Gorleben rollt die heiße Fracht auf der Straße.
Die enorme Gefährlichkeit der Atomabfälle provoziert eine polizeiliche und
militärische Absicherung. Gleichzeitig hinterlässt die Atomwirtschaft der Nachwelt ihr
strahlendes Erbe mit todbringenden Folgen. Der Müll wird in Gorleben nicht
entsorgt, sondern nur oberirdisch abgestellt. Gleich in Nachbarschaft des
zur Zeit eingemotteten Bergwerks im Salzgestein Gorlebens,wo in rund 800 Metern
Tiefe der Müll versenkt werden soll. Wissenschaftler fordern heute für die Endlagerung
von hochradioaktivem Atommüll einen Sicherheitsnachweis von über 1 Million Jahre. Es
werden also 50.000 Generationen der Strahlung ausgesetzt, nur weil heute die
Atomindustrie finanziell den Hals nicht voll genug bekommen kann. Ein unvorstellbarer
Zeitraum, voller geologischer Umbrüche, Eiszeiten und diverser anderer Unwägbarkeiten.
Hätten die Neandertaler ein nukleares Feuer entfacht, es würde heute noch brennen. Und
niemand könnte es löschen.
Es geht den Atomstromern ausschließlich um gigantische Geldsummen, um ihren Profit auf
Kosten von Menschen und der Umwelt. Und selbst an der Atommüll-Misere lässt sich
verdienen: Die deutschen Atommüller haben steuerfreie 35 Milliarden Euro Rückstellungen
für zukünftige Entsorgungskosten auf ihre Finanzhalden getürmt. Ein gigantisches
Vermögen, ein gigantisches Machtmittel. Schamlos kaufen sie sich mit den Müllmilliarden
in neue monopolartige Stellungen wie die Wasserwirtschaft oder Verpackungsindustrie ein.
Die über 60jährige Geschichte der Atomkraft ist eng mit dem militärischen Bereich
verknüpft. Die sogenannte zivile Nutzung ist ein späteres Nebenprodukt aus der
Atombombenforschung. Aus militärischem Interesse befinden sich in den klassischen
Atombombenstaaten deshalb auch die Wiederaufarbeitungsanlagen (WAA), in denen Plutonium
abgetrennt wird. Die Anti-Atom-Bewegung als soziale Bewegung ist ein wesentlicher
Bestandteil im Kampf gegen die global player. Gorleben beispielsweise, als sozialer Ort im
Widerstand, bietet Visionen und kommunikativen Platz für ein Umdenken. Der Widerstand
wird von der Oma bis zum Enkel in einer fantasievollen bunten Mischung
mitgetragen. Der inzwischen 28jährige kontinuierliche Kampf für ein gemeinsames Ziel
führt die unterschiedlichsten Menschen zusammen und ermöglicht darüber hinaus einen
Austausch über viele andere Missstände. Die gemeinsame Erfahrung der Kriminalisierung
und Entrechtung schweißt zusammen. Die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit, freie
wahrnehmbare Meinungsäußerung und informationelle Selbstbestimmung werden regelmäßig
mit Polizeistiefeln getreten.
Demonstrationsverbotszonen von 70 km Länge und zwischen 100 m bis 500 m Breite werden
regelmäßig gegen die Proteste der Bevölkerung verhängt. Gorleben hat bislang die neun
größten Polizeieinsätze der Nachkriegsgeschichte erlebt. Mit dem nächsten Transport
wird die zweifelhafte Hitparade der Polizeieinmärsche komplett. Herzlich
willkommen zur Besichtigung des real existierenden Atomstaats!
...Stopp Castor...Stopp
Atomstaat...Stopp Polizeistaat...
Wir sind keine kriminellen Chaoten, sondern Menschen, die Verantwortung
für sich und ihre Kinder übernehmen und eine lebenswerte Umwelt zu verteidigen haben.
Jeder Atommülltransport in die oberirdische Gorlebener Zwischenlagerhalle macht ein
Endlager im Gorlebener Salzstock wahrscheinlicher. Dabei ist seit über 2 Jahrzehnten
wissenschaftlich die Untauglichkeit nachgewiesen. Über Grundwasserkontakt gelangen die
radioaktiven Isotope ungeschützt in die Biosphäre. Museumsdorf für technische
Fehlentwicklungen statt Atommüllklo Wir fordern, die Gorlebener Atomanlagen in ein
"Niedersächsisches Museumsdorf für technische Fehlentwicklungen des 20.
Jahrhunderts" umzuwandeln. Dort könnte die Gefährdung der Biosphäre durch den
sogenannten Kernbrennstoffkreislauf dargestellt, erläutert und dokumentiert
werden. Allerdings müsste die Castorhalle, die laut Betreiber nur ein Wetterschutz ist,
noch abgedichtet werden, bevor sie als Museum dienen könnte. Ein Bruchteil der bisherigen
Polizeieinsatzkosten würden mit Sicherheit für das Museumsprojekt ausreichen.
Atomkraft oder Demokratie?
Wir gehen auf die Strasse, um unsere Rechte einzufordern. Der Polizeiapparat soll
wieder einmal eine hochgefährliche und unsinnige Energiepolitik gegen den Willen und auf
Kosten der Bevölkerung durchknüppeln.Wir müssen zusammen darum kämpfen, dass unsere in
der Verfassung garantierten Grundrechte nicht weiter mit Polizeistiefeln getreten werden.
Wir haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit, Demonstrationsfreiheit, freie
wahrnehmbare Meinungsäußerung und informationelle Selbstbestimmung. Niedersachsens
Innenminister hat angekündigt:Wer sich in Gorleben ankettet, hat mit einem Gentest
zu rechnen... Nicht im In dieser Randspalte wird in kurzen Worten erklärt, in
welchem Ausbaustadium sich die verschiedenen Anlagen befinden. Grundgesetz festgeschrieben
ist, dass die Atomindustrie ein Recht hätte, auf Kosten unserer Gesundheit und der
zukünftiger Generationen Profite einzufahren, mit der unverantwortlichen Produktion
hochgiftiger Stoffe, die noch in 1 Million Jahre tödliche Folgen haben werden. Es kann
nicht angehen, dass jede Imbissbude, die nicht nachweisen kann wie sie ihr Fett entsorgt
sofort dicht gemacht würde, während die Betreiber von Atomanlagen trotz einer über
60jährigen Historie einer weltweit ungelösten und unlösbaren Entsorgung
unter Polizeischutz gestellt werden! Wir werden uns weiter entschieden dagegen zur Wehr
setzen. Kommt zahlreich und beteiligt euch mit bunten und fantasievollen Protesten entlang
der Transportstrecke und rund um Gorleben. Für den sofortigen Ausstieg aus der
Atomindustrie!
Wolfgang Ehmke/Francis Althoff
Warum sollen jahrzehntelange Sicherheitskriterien
plötzlich keine Rolle mehr spielen?
In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung um die Sicherheit des als
Atommüllendlager erkundeten Salzstocks Gorleben schlägt die örtliche Bürgerinitiative
Umweltschutz Lüchow Dannenberg (BI) Alarm. Grund ist die offensichtliche Abkehr der
Bundesregierung vom seit den achtziger Jahren vorausgesetzten Mehrbarrierenkonzepts zur
Verhinderung des Eindringens radioaktiver Stoffe in die Biosphäre.
Denn aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums (BMU) auf Fragen des Ausschusses
Atomanlagen des Landkreises Lüchow Dannenberg geht hervor, die bisherigen
Erkundungsergebnisse im Salzstock Gorleben weisen große ungestörte Salzpartien
aus,welche die geforderte Barrierefunktion übernehmen könnten. Das Deckgebirge weist in
der Tat eine geringe Barrierewirkung auf, bestätigt das BMU in dem Schreiben.
Die BI verlangt nun eine genaue Aufklärung der Öffentlichkeit, warum das Deckgebirge
über dem Salzstock offensichtlich nach Auffassung des BMU plötzlich keine
sicherheitsrelevante Rolle mehr spielen soll. Seit den achtziger Jahren ist bekannt,
dass das marode Gorlebener Deckgebirge unter sicherheitstechnischen Aspekten ungeeignet
ist, die zum Teil über eine Million Jahre strahlenden radioaktiven Gifte über
Wasserwegsamkeiten von der Lebensumgebung fern zu halten, erinnert der BI-Sprecher.
Wenn nun diese Tatsache tatsächlich seitens des BMU als unwichtig eingestuft wird,
ist dies ein unglaublicher Skandal, der umgerechnet 50.000 Generationen betreffen
wird.
In Briefen an das BMU und das Bundesamt für Strahlenschutz verlangt die BI deshalb
Einblick der Öffentlichkeit in Gutachten, die scheinbar zur Aufgabe der
Sicherheitskriterien geführt haben könnten. Laut BI wurden 11 Zweifelsfragen zur
Geeignetheit von Salz als Wirtsgestein für hochradioaktiven Atommüll zur Erstellung von
Gutachten vergeben. Die Ergebnisse der Prüfung der Einzelfragen sollen in einem
zusammenfassenden Bericht zum Vergleich der Wirtsgesteine integriert werden, der im
zweiten Halbjahr 2005 vorgelegt werden soll, äußerte sich letztes Jahr die
Bundesregierung auf eine Bundestagsanfrage.
50.000 Generationen betroffen ...
Die vom Zeitrahmen letzte der 11 Untersuchungen sollte laut Plan im Juni diesen Jahres
vorliegen. Der darin enthaltene spezielle Auftragstitel Bedeutung des
Mehrbarrierenkonzepts für ein Endlager für radioaktive Abfälle beim Nachweis der
Einhaltung von Schutzzielen wurde nach Kenntnis der BI im März 2004 vergeben und
sollte am 31. März diesen Jahres vorliegen.Zu den 11 Zweifelsfragen wurden im Einzelnen
Aufträge zu den Themen Naturbeobachtung, Sicherheitsindikatoren, Chemotoxische Stoffe,
Kritikalität, Rückholbarkeit, Isolations- und Nachweiszeitraum, Menschliche
Einwirkungen, Gasentwicklung, Modellrechnungen, Geochemische Prozesse und
Mehrbarrierenkonzept. Das letzte Gutachten zur Thematik Rückholbarkeit sollte
planungsgemäß im Juni 2005 vorliegen.
Francis Althoff
Gorleben darf niemals Endlager werden!
Im November sollen wieder zwölf Behälter mit hochradioaktivem Atommüll aus
der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben gekarrt werden.Wenn
wir diesen Transport schon nicht verhindern, aber mindestens politisch und
demonstrativ behindern können,werden weitere Mosaiksteinchen das Gorlebener
Endlager zementieren, obwohl immer deutlicher wird, dass dieser Salzstock
völlig ungeeignet ist. Für mindestens eine Million Jahre muss diese tödliche
Hinterlassenschaft des homo sapiens vor der Umwelt abgeschottet werden.
Nun hat unlängst das Bundesumweltministerium (BMU) die lange bekannte Tatsache
bestätigt, dass Gorleben kein geschlossenes Deckgebirge als zweite geologische Schutz-
Barriere über dem Salzstock besitzt (GR berichtete). In einer Veranstaltung der BI
Warum Gorleben weiter erkunden Anfang September kommentierte der Geologe und
Ex-AKEnd-Mitglied Detlev Appel diesen Fakt treffend: Ein Salzstock ohne Deckgebirge
ist kein Salzstock. Denn im Verlauf der Erdgeschichte bildeten sich Salzstöcke, die
durch Druck der aufliegenden schwereren Deckgebirgslagen - die ein größeres spezifisches
Gewicht haben als die ehemaligen Salzkissen - das über geologische Zeiträume
plastische Salz nach oben aufwölbten bzw. aufquollen. Und jede als
Salzstock bezeichnete Formation hatte einst ein darüberliegendes sog.
Deckgebirge, das diesen schützt, zum Beispiel vor Wasserzutritten, denn nur
durch Wasser wird das Salzgestein abgelaugt und der Salzstock verliert in
erdgeschichtlicher Zeit einen größeren Teil seiner Masse. Als Relikte verbleiben dann
die unlösbaren Gesteinsreste, der sogenannte Gipshut über dem Salzspiegel.
Beim Gorlebener Salzstock zeigt sich eine besondere Gefährdung. Ein großer Teil ist
von der sogenannten Gorlebener Rinne durchzogen,wo Gletscher in den letzten
Eiszeiten schützende Tonschichten ausgeräumt und beiseite geschoben haben, und deren
Schmelzwasser beim Abtauen Unmengen Sande und Kiese in den Rinnenbereich, sogar bis in den
Salzstock hinein, transportiert haben. Und genau in diese Gorlebener Rinne
sind die beiden Schächte des Erkundungs-Bergwerks hineingetrieben worden.
Diese nahezu seit Anfang an bekannte Tatsache der Untersuchung des Gorlebener Salzstocks
wird von den Befürwortern einer schnellen Lösung der Atommüllproblematik bewußt
ignoriert. Gorleben wird von atomgläubigen Politikern und Wissenschaftlern immer noch als
eignungshöffig beschworen, aber in vergleichenden Untersuchungen systematisch
ausgeklammert.
Die Fakten fasste Heinrich Messerschmidt von der BI- Fachgruppe
Radioaktivität in seinem Vortrag noch einmal zusammen.
Schweres Kopfzerbrechen bei Sicherheitsexperten So reicht eine steil
in die Tiefe abtauchende Bank des spröden, rissigen, gasdurchlässigen, sich im Gegensatz
zu Salz nicht plastisch verformbaren Minerals Anhydrit bis in den
Erkundungsbereich des Endlagers. Besucher der Stollen können diese mehrere
Meter breite Schichtung sehr gut an den braun-violetten Farbwandlungen erkennen.Wegen der
Sprödigkeit sind sie im Gegensatz zum Steinsalz mit Netzen und Stahlträgern
gesichert.Außerdem reicht eine 10 bis 30 Meter breite Schicht von Carnallitit ein
Mineral, das sich bei Temperaturen von 180 bis 200 Grad verflüssigt, und wegen seiner
Wechselwirkungen in Zusammenspiel mit Salz und Wasser Sicherheitsexperten schweres
Kopfzerbrechen bereitet bis in das geplante Endlager hinab. Keine Basis für ein
Endlager, das den hochradioaktiven Atommüll länger als 50000 Jahre sicher
vor der Biosphäre abschließen soll von der anvisierten eine Million Jahren ganz
abgesehen. Über die Anhydrit- und Carnallititschichten kann an die im aggressiven Salz
liegenden Lagerbehälter Wasser dringen und die hochradioaktiven langlebigen Radionuklide
nach oben transportieren. Ein Schutz des Salzstocks vor Grundwasser besteht mangels eines
dichten Deckgebirges ja nicht. Selbst die bundeseigene Bundesanstalt für
Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat in einem Aufsatz zur
Süß-/Salzwasserverteilung im Deckgebirge des Salzstocks Gorleben aus dem
Januar 2003 bestätigt, dass es aufgrund lokal erhöhter vertikaler
Durchlässigkeiten innerhalb des Lauenburger Tones zu einem vertikal gerichteten Aufstrom
von Salzwässern aus der Gorlebener Rinne in das obere Aquifersystem komme. Und
Diese Salzwässer gelangen in den Grundwasseraufstromgebieten der Elbeniederung in
verdünnter Form bis in den oberflächennahen Grundwasserleiter (siehe auch:
Süß-/Salzwasserverteilung).
Diese k.o.-Kriterien für ein Endlager Gorleben sind ausreichend lange
bekannt nicht nur den Wissenschaftlern, sondern auch den Menschen, die
beispielsweise bei Wootz auf der anderen Elbseite in nur wenigen Metern Tiefe salzhaltiges
Grundwasser finden. Auch die BGR selber hat im Auftrage der damaligen Bundesregierung
erneut nach alternativen erkundungswürdigen Endlager-Salzstöcken gesucht
allerdings ohne Gorleben auch vergleichend mit einzubeziehen das war
auftragsgemäß ausgeschlossen! Und so hatten die Gutachter Dr. F. Kockel und Dr. Peter
Krull im August 1995 dann nur drei bedingt für die Atommülllagerung
erkundungswürdige Salzstöcke benannt: Waddekath, Wahn Zwischenahn, mit
erheblichen Bedenken noch Gülze-Sumpte. In der Werteskala der etwa 41 bewerteten
Salzstöcke wäre Gorleben ungefähr bei den Positionen 25 bis 30 einzuordnen!
Zu berücksichtigen ist weiter die enorme Wärmemenge, die bei der Einlagerung von
hochradioaktivem Atommüll in das Salz übergeht, und danach in die umliegenden
Randbereiche und über das Deckgebirge abgeleitet werden muss. Wenn immer wieder beteuert
wird, dass das Salzstockinnere seit Jahrmillionen unberührt geblieben sei, wird dabei
gedanklich ausgeklammert, dass es in dieser Zeit niemals einen solchen Wärmeeintrag
gegeben hat. Nach vorsichtigen Einschätzungen wird sich allein durch Wärmeausdehnung des
Salzgesteins die Oberkante des Salzstocks mit seinem Deckgebirge, innerhalb von 3000
Jahren zusätzlich um vier Meter anheben...
Geologie läßt sich nicht austricksen
Warum unter diesen Umständen überhaupt damit begonnen wurde, 1,5 Milliarden Euro
davon mehr als 60% für das eigentliche Endlager - im Salz zu
verbuddeln, ist immer wieder unverständlich, auch warum der Bundesumweltminister das von
ihm selbst als Schwarzbau bezeichnet Erkundungsbergwerk nicht längst auf
Dauer stillgelegt hat. Und weder eine Schwarz-Gelb-Grüne, noch eine Schwarz-Rote, noch
sonst irgendeine Koalition kann diese Fakten wegvereinbaren.
Eine Sofort-Lösung ist nicht in Sicht. Daher darf kein Gramm zusätzlicher Atommüll
mehr produziert werden! Auch wenn noch so viele CASTOREN Druck ausüben und darauf warten,
im Salz verbuddelt zu werden Geologie läßt sich nicht austricksen. Die Menschen
im Wendland auch nicht. Sie stellen sich quer.
Dieter Metk
AKW-Betreiber kontrollieren sich selbst ...
Bei 5
Atommüllbehältern, die am 14. September aus dem AKW Krümmel in Schleswig Holstein
ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben verfrachtet wurden, ergaben Messungen, dass
die radioaktiven Grenzwerte bis über das fünffache überschritten worden sind. Das
niedersächsische Umweltministerium (NMU) gab das Ergebnis der Eingangsmessung im
Zwischenlager am bekannt. Das NMU als zuständige Aufsichtsbehörde stellt sich nun aber
nicht dem von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg erhobenen Vorwurf
mangelnder Überprüfung der Atommüll - Strassentransporte durch Niedersachsen sondern
gab stattdessen lapidar bekannt, keine Gefährdung der Umgebung und des Betriebspersonals
hätte nicht vorgelegen. Frech wurde obendrein behauptet, der Fall sei einmalig.
Zur Erinnerung: Schon 1987 hatten die damaligen Atommüllkutscher
Transnuklear 312 Fässer als schwach strahlenden Atommüll deklariert, obwohl
sie den hochradioaktiven und giftigen Stoff Plutonium enthielten.Auch die Absender des
brisanten Strahlendrecks blieben zunächst unbekannt. Schmiergeldzahlungen in
Millionenhöhe sind dabei geflossen und der Firma wurde die Transportgenehmigung entzogen.
Strafanzeige gegen die Betreiber
Für die Betreiber des Gorlebener Zwischenlagers allerdings, die diese teilweise
aufgeblähten Fässer ungeprüft stapelten, ergab sich trotz der offenkundigen eklatanten
Sicherheitsverstöße nicht die Konsequenz des Entzugs der Betriebsgenehmigung. 1998 wurde
der Kontaminationsskandal um die bis zu 40fache Überschreitung der Grenzwerte beim
Transport von Castorbehältern bekannt. Drei Jahre lang durfte kein Castor mehr rollen.
Wie erschreckend locker mit brisantem Atommüll umgegangen wird zeigt sich auch am
Absende - AKW Krümmel. Die kontaminierten eineinhalb Meter hohen Gussbehälter sind
schließlich schon 1996 im Brennelementlagerbecken mit radioaktiven Einbauteilen aus dem
Reaktorkern beladen worden. Bei der Abfahrt war der Betreiber des AKW ... trotz
behaupteter Messungen nicht in der Lage Kontaminationen festzustellen und haben drastisch
gegen die gesetzlich festgelegten Grenzwerte eines Straßentransports und der Einlagerung
im Zwischenlager verstoßen.
Eine zusätzliche Brisanz zeigt sich darin, dass die Betreiberin des Gorlebener
Zwischenlagers, GNS, eine Tochterfirma der atommüllproduzierenden
Energieversorger ist. Die AKW-Müller kontrollieren sich also selbst. In diesem
Zusammenhang ist es unerträglich,wenn sich die versagende Aufsichtsbehörde NMU durch
Verharmlosung für die reinen Kapitalinteressen der Betreiber auf Kosten der Sicherheit
der Bevölkerung stark macht. Wie beschützt die Interessen der AKW-Betreiber werden zeigt
ein simpler,wenn auch hinkender Vergleich.Wenn bei einer Polizeikontrolle in einer Tempo
30-Zone eine allgemeingefährdende über fünffache Überschreitung der
Höchstgeschwindigkeit festgestellt würde,wäre schlicht, sofort, und für immer der
Führerschein futsch! Das AKW Krümmel hingegen darf weiter reibungslos Atommüll
produzieren, für dessen jahrzehntelange sichere Verwahrung keine Lösung in Sicht ist.
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz hat am 19. September beim Amtsgericht
Geesthacht Strafanzeige gegen die Betreiber des AKW Krümmel,Vattenfall und E.on,
erstattet.
Francis Althoff
Die AktivistInnen forderten den Stopp der Atommüllproduktion
Am 10.09.05 blockierten rund 150 AtomkraftgegnerInnen aus dem wendländischen
Widerstand das Tor zum atomaren Zwischenlager in Gorleben. Darunter waren auch mehrere
AktivistInnen von ROBIN WOOD. Vier Männer kletterten über den Zaun auf das Gelände. Die
AktivistInnen fordern den Stopp der Atommüllproduktion und das endgültige Aus für ein
atomares Endlager im niedersächsischen Gorleben. Die Polizei ist mit etlichen Wannen,
Wasserwerfern und Räumfahrzeugen aufgefahren. Derweil strömen immer mehr Leute aus dem
Landkreis zum Zwischenlager-Gelände und richten sich darauf ein, für längere Zeit vor
dem Tor zu bleiben.
Wir erwarten von der neuen Bundesregierung - gleich welcher Couleur -, dass sie
die Pläne beerdigt, Gorleben zum atomaren Endlager zu machen. Der Standort ist
ungeeignet. Die Atommülltransporte nach Gorleben müssen gestoppt werden, fordert
Bettina Dannheim, Energiereferentin bei ROBIN WOOD. Noch immer produzieren 17
Atomkraftwerke in Deutschland tagtäglich Atommüll, der für Millionen Jahre tödlich
strahlt. Ein sicheres Endlager dafür gibt es nicht - und kann es in Gorleben auch nie
geben. Der dortige Salzstock ist wegen mangelnder Dichtigkeit dafür nicht
geeignet.Trotzdem be harren die Atomkonzerne darauf, den Müll für immer dort zu
versenken. Auf dem Zwischenlagergelände in Gorleben befinden sich in einer Leichtbauhalle
nur 300 Meter von der Endlagerbaustelle entfernt - schon jetzt 56 Behälter mit
hoch radioaktivem Abfall. Die Genehmigung für den gefährlichen Transport der nächsten
zwölf CASTOR-Behälter aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague liegt bereits
vor.ROBIN WOOD geht von einem Transport Mitte November dieses Jahres aus. Etwa 100 weitere
Behälter mit Glaskokillen sollen in den nächsten Jahren folgen.
Die abgebrannten Brennelemente müssten - bevor sie unterirdisch im Salzstock
eingelagert würden - noch einmal aus den CASTOREN rausgeholt und in kleinere Behälter
umgepackt werden. Dafür würde eine Konditionierungsanlage gebraucht. Deshalb wurde schon
vor Jahren für 400 Millionen Euro eine Pilotkonditionierungsanlage (PKA) direkt neben dem
Zwischenlager gebaut. Seit Jahrzehnten versuchen Landesregierung und Atomlobby mit
einer durchsichtigen Taktik, Gorleben als Endlager- Standort zu zementieren, so
Dannheim. Den Widerstand platt zu machen, ist über die Jahrzehnte aber nicht
gelungen, er ist so lebhaft und fantasievoll wie eh und je. Nicht in Sicht ist, dass
sich die Atompolitik nach der Bundestagswahl endlich bessert. Sollte es eine schwarz-gelbe
Koalition geben, ist schon klar, dass sie sich für längere AKW-Laufzeiten einsetzen
will. Dann würde der Atommüllberg weiter wachsen und das Risiko eines atomaren
Super-GAUs steigen.

ROBIN WOOD fordert den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Der Weiterbetrieb der
Atomkraftwerke blockiert die dringend notwendigen Investitionen in den Ausbau der
erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Der persönliche Atomausstieg
ist hingegen schnell und einfach machbar: StromkundInnen können der Atomlobby den Rücken
kehren und zu einem Öko- Stromanbieter wechseln. Bettina
Dannheim/Jürgen Sattari
Polizeimaßnahme gegen die Redaktion der Zeitschrift anti
atom aktuell illegal

Die südwestdeutschen Antiatominitiativen rufen
auf
zur Demonstration am Samstag, 29.10.2005, 13 Uhr,
Marktplatz Karlsruhe
AUSGESTRAHLT AUSSTEIGEN AUS DER ATOMENERGIE UMSTEIGEN AUF ERNEUERBARE
ENERGIEN
Trotz der riesigen Gewinne der Atomindustrie arbeiten die Atomkraftwerke in Deutschland
mit immer weniger Personal und zeitlich kürzeren Sicherheitsprüfungen. Gefährliche
Störfälle häufen sich. Nicht nur das Öl wird knapp:Uran, das als Brennstoff in
Atomkraftwerken benötigt wird, reicht weltweit nur noch für ca.50 bis maximal 60 Jahre.
In der Atomindustrie gibt es 35.000 Arbeitsplätze, bei erneuerbaren Energien mittlerweile
130.000,Tendenz steigend. Es gibt immer mehr strahlenden Atommüll, der weitgehend
ungeschützt unter freiem Himmel oder in Hallen lagert. Auf der ganzen Welt weiß niemand,
wo dieser sicher für Millionen Jahre aufbewahrt werden kann. Im November 2005 wird in
Gorleben wieder strahlender Atommüll zurück aus der Wiederaufbereitungsanlage La Hague (
Frankreich) erwartet. Wir produzieren immer mehr tödlich strahlenden Atommüll, aber
nirgends auf der Welt hat man eine Möglichkeit gefunden, diesen für Hunderttausende von
Jahren sicher aufzubewahren. Anlässlich des Castortransportes, der auch durch den
Karlsruher Hauptbahnhof fahren wird, rufen wir zur Demonstration auf.
Schluss mit der Atomenergie! Umsteigen auf erneuerbare Energien!
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Musenpalast 2005
Rot-Grüne Bundesregierung hätte den Ausbau verhindern
müssen!
Bonn / Gronau: 16.9.2005: Scharfe Kritik an der rot-grünen Bundesregierung hat
der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V. geübt.Anlaß ist die in
dieser Woche erfolgte Grundsteinlegung für den Ausbau der bundesweit einzigen
Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau.
BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz: "Während die Bundesregierung darum bemüht
ist, anderen Staaten wie dem Iran den Betrieb von Urananreicherungsanlagen zu verwehren,
wird mit rot-grünem Segen aus Berlin die eigene deutsche UAA in Gronau ausgebaut. Eine
Bundesregierung, die auch noch angeblich aus der Atomenergie aussteigen will, hätte die
Genehmigung zum Ausbau der Gronauer Uranfabrik verhindern können und müssen." Nach
Auffassung des BBU ist die Zentrifugentechnik, mit der in Gronau gearbeitet wird, ebenso
wie im Iran und in anderen Staaten, grundsätzlich zur Produktion von atomwaffenfähigem
Material geeignet. Aus diesem Grund, aber auch, weil Urananreicherungsanlagen den Betrieb
von Atomkraftwerken ermöglichen, lehnt der BBU den Betrieb aller Urananreicherungsanlagen
weltweit ab.Mit Blick auf die UAA in Gronau weist der BBU darauf hin, dass hier zukünftig
pro Jahr Uran für rund drei Dutzend Atomkraftwerke vorbereitet werden soll, weitaus mehr,
als für deutsche Reaktoren benötigt wird.
Uran für rund drei Dutzend Atomkraftwerke
Der BBU kritisiert, dass die Entsorgung der UAA Gronau ungelöst ist, dass
abgereichertes Uran von Gronau in großen Mengen zur Pseudo- Entsorgung nach Russland
gebracht wird, das insgesamt für den Kapazitätsausbau der UAA Gronau mehr Uran
gefördert werden muß und dass weltweit die Zahl der hochgefährlichen Urantransporte
drastisch ansteigen wird. Da auch die niederländische Urananreicherungsanlage in Almelo
ausgebaut werden soll,werden deutsche und niederländische Anti-Atomkraft- Initiativen bei
einer Konferenz im niederländischen Enschede am 1. Oktober das weitere Vorgehen gegen die
Urananreicherungsanlagen beraten.
Nähere Informationen hierzu sind in der BBUGeschäftsstelle oder im Internet unter
www.anti-atom-aktuell.de erhältlich. Am 2. Oktober findet traditionell wie an jedem
ersten Sonntag im Monat an der UAA Gronau ab 14 Uhr der "Sonntagsspaziergang"
verschiedener Anti-Atomkraft-Initiativen statt.
Udo Buchholz
Trennung zwischen sogenannter friedlicher Nutzung und der
militärischen Nutzung nur schwer möglich ...
Vor dem Hintergrund der internationalen Auseinandersetzung um das iranische
Atomprogramm hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V. seine
Forderung nach der sofortigen Stilllegung aller Atomanlagen weltweit bekräftigt.
Nach Auffassung von BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz kann jeder Staat, der über eine
Urananreicherungsanlage (UAA) verfügt, diese ggf. auch militärisch zur Produktion von
Atomwaffenmaterial nutzen: "Gerade bei der Urananreicherung ist die Trennung zwischen
sogenannter friedlicher Nutzung und der militärischen Nutzung nur schwer möglich.Wer das
spaltbare Uran-235 auf 3% anreichern kann, hat im Grunde auch das Know-How, wie man es auf
80-90%, also atomwaffentauglich, anreichert." Hinzu kommt, so der BBU, daß bei der
Urananreicherung in großen Mengen das sogenannte abgereicherte Uran anfällt, daß
wiederholt als Uranmunition zum Einsatz kam. Neben der militärischen Brisanz von
Urananreicherungsanlagen warnt der BBU davor, daß auch Urananreicherungsanlagen, wie z.
B. die einzige deutsche im westfälischen Gronau, Radioaktivität abgeben,Atommüll
produzieren und hochgefährliche Urantransporte erforderlich machen.
Umweltverbände und Initiativen protestieren gegen den Ausbau der niederländischen
Uranfabrik Gegen den beantragten Ausbau der einzigen niederländischen
Urananreicherungsanlage (UAA) in Almelo hat der BBU jetzt aktuell fristgerecht Einspruch
beim niederländischem Umweltministerium erhoben. Auch der Verband "VERBRAUCHER für
unbelastete Nahrung e. V. / VuN" und örtliche Gruppen wie der Natur- und
Umweltschutzverein Gronau (NUG) e.V. haben Einsprüche erhoben.Weitere Unterstützung im
Einspruchsverfahren kam aus Städten wie Marburg und Oldenburg, und sogar aus Wien. Obwohl
in den Niederlanden nur ein kommerzielles Atomkraftwerk in Betrieb ist, soll die
niederländische Urananreicherungsanlage derart erweitert werden, daß in ihr jährlich
Uran für den Einsatz in rund 30 Atomkraftwerken vorbereitet werden kann. Nachdem der
niederländische Umweltverband Milieudefensie 2004 den Ausbau der Anlage gerichtlich
stoppen konnte, läuft derzeit ein neues Genehmigungsverfahren.
Nähere Informationen zum beantragten Ausbau der UAA Almelo gibt es im Internet unter: http://www.bbu-online.de/temp/Almelo.htm
und bei BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz telefonisch unter 02562-23125.
Udo Buchholz
Experten beunruhigt über Zustand
KIEW, 07. September (RIA Nowosti). Die Strukturkomponenten des Sarkophags, die
den unfallbeschädigten Reaktor des AKW Tschernobyl abdecken, sind beschädigt und können
aufbrechen, was zum Austritt radioaktiver Strahlungen führen kann, meinen Experten der
Organisation "Tschernobyl-Forum". Ihre Prognose veröffentlichte die
ukrainische Zeitung "Segodnja". Zugleich teilte die Pressestelle des
Ministeriums für Zivilschutz der Ukraine mit, dass das Objekt "Schutzhülle"
weiterhin "erfolgreich bis zu dem Augenblick seine Funktionen erfüllen wird, bis an
seiner Stelle der neue Rettungsbogen als Sarkophag gebaut sein wird".
4000 Menschen mit Schilddrüsenkrebs
Der neue Mantel des Blockes wird in Form eines Bogens mit einer Höhe von 100 Metern
und einer Ausdehnung von 250 Metern errichtet. Er wird auf einem sicheren Gelände in der
Nähe des Objekts montiert und dann dem alten Sarkophag aufgestülpt. Die Ausschreibung
für den Bau des Bogens soll Ende November erfolgen, teilte die Pressestelle mit. Im
Anschluss beginnen die Arbeiten, um den neuen Mantel fertig zu stellen und zu
installieren. Am Bau werden 3000 Fachkräfte mitwirken.Nach Angaben ausländischer
Experten betrug die Zahl der Opfer der Tschernobyl-Katastrophe etwa 4000 Menschen.
Ungefähr 600 000 Menschen waren in Folge der Katastrophe und der Beseitigung ihrer
Nachwirkungen einer erhöhten radioaktiven Strahlung ausgesetzt. Bei rund 4000 Menschen,
vor allem Kindern, wurde Schilddrüsenkrebs diagnostiziert. Der Organisation
Tschernobyl-Forum gehören acht UN-Agenturen, die Weltbank, Russland, Weißrussland und
die Ukraine an.
440 Atomkraftwerke im Betrieb -
35 im Bau ...
Umweltorganisationen reagieren alarmiert auf Weltbank
Präsident Wolfowitz
Der neue Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz leitet nach Presseberichten aus
Indien einen Kurswechsel der Bank in Sachen Atomkraft ein, befürchtet die Umwelt- und
Menschenrechtsorganisation urgewald.
Bei der Pressekonferenz zum Abschluss seiner Reise durch Pakistan und Indien äußerte
sich Wolfowitz vorsichtig positiv zur Atomkraftnutzung: "Wenn Sie die Reduktion der
CO2-Emissionen betrachten, dann ist vermutlich Atomkraft der richtige Weg. Aber Atomkraft
bringt ihre eigenen Umweltprobleme mit sich und ich weiß nicht, ob wir bereit sind das
jetzt in Angriff zu nehmen." Für Knud Vöcking von urgewald deuten Wolfowitz'
Äußerungen darauf hin, dass sich die Weltbank auf dem Gebiet der Atomkraft von den
bisher geltenden Standards abwenden könnte. "Seit über zehn Jahren hat die Weltbank
die klare, schriftlich fixierte, Position, dass Atomkraft sowohl unwirtschaftlich als auch
gefährlich ist."
Atomkraft sowohl unwirtschaftlich als auch gefährlich
In der Pressekonferenz in Neu-Delhi bezog Wolfowitz sich auf die Klimaschutz-Initiative
der letzten G8-Konferenz. Die Weltbank war aufgefordert worden, sich stärker für saubere
Energieträger zu engagieren."Wenn Wolfowitz jetzt Atomkraft zum Klimaretter
erklärt, dann liegt das auf einer Linie mit der Atomlobby und lässt Schlimmes
befürchten." Für urgewald ist die Atomenergie in Ländern des Südens unvertretbar.
Atomenergienutzung birgt immer und überall unüberschaubare Risiken, zusätzlich
sind die Rahmenbedingungen besonders in Entwicklungsund Schwellenländern schlechter als
in Deutschland. Dazu gehören fehlende Konzepte für die Endlagerung und Unfallmanagement,
mangelnde Überwachungskapazitäten sowie die besorgniserregende Verschuldungswirkung von
AKW-Bauten. Nicht ohne Grund fördert die Bundesregierung den Export von Atomenergie nicht
durch Hermesbürgschaften.
Diese Position muss eine Bundesregierung jedweder Couleur auch in der Weltbank
einnehmen." Knud Vöcking

6.11., 20 Uhr, Cafe Grenzbereiche, Platenlaase
E m b r y o
Seit 36 Jahren sind die musikalischen Rumtreiber Embryo unterwegs, auf einer endlosen
Tour, die man nur noch metaphysisch als Lebensprinzip begreifen kann. Embryo muss man live
gehört und gesehen haben, um sich von der Magie der fein gesponnenen Mixtur aus
Weltmusik, Improvisation, Rock, Jazz und archaischem Gesang tragen zu lassen.
Eintritt: 9,50 Euro / Ermäßigt 8 Euro |
Braucht Gesellschaft Widerstand?
zwischen Recht, Pflicht,Notwendigkeit und
Legitimation
27.10.05 19.00 Uhr Universität Lüneburg Hörsaal
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Widerstand regt sich gegen Studiengebühren, gegen Fusionen, gegen den Castor, gegen
Europa
Welche Bedeutung hat Widerstand für die Gesellschaft? Wie viel Widerstand und wie
braucht ihn Gesellschaft?
Diesen Fragen und mehr stellen sich:
als Vertreterin der Landesregierung, die entsprechend mit Widerstand in der
Gesellschaft umgehen muss Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann.
für die Beobachtung von Widerstand Elke Steven, politische Sekretärin des
Komitees für Grundrechte und Demokratie e.V..
als Vertreterin einer Partei, die ihre Wurzeln im Widerstand hat, selbst in der
Regierung aktiv Verantwortung wahrgenommen hat und zum Zeitpunkt der Veranstaltung
voraussichtlich wieder in der Opposition konstruktiv Widerstand gestalten kann Silke
Stokar, MdB und innenpolitische Sprecherin der Grünen
für den Widerstand vom jüdisch christlichen Standpunkt her betrachtet PD Dr.
Klara Butting, Institut für Theologie der Universität Lüneburg und
Studierendenpfarrerin der ESG Lüneburg
für das Recht Prof. Dr. Joachim Heilmann, Institut für Rechtswissenschaften
der Universität Lüneburg
Unter der Moderation von Gernot Knödler, Redakteur der TAZ Veranstalter: Evangelische
Studierendengemeinde & Katholische Hochschulgemeinde, Präsentiert und unterstützt
von der TAZ |
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