BI Pressemitteilung vom 02.10.1998

Atomkraftgegner besetzten  Castorverladekran

60-70AtomkraftgegnerInnen besetzten seit heute 11.00 Uhr das Bundesbahngelände am Dannenberger Ostbahnhof zur Erweiterung des Castorverladekrans.
Als Fax ging bei der Bürgerinitiative kurz nach 11.00 Uhr ein Schreiben der Besetzerlnnen ein.

Darin fordern sie am Tag des Beginns der rotgrünen Koalionsverhandlungen den Stopp aller Atomtransporte, den sofortigen Ausstieg aus der Wiederaufarbeltung und das Abschalten aller Atomkraftwerke.

Die Bürgerinitiative unterstreicht diese Forderung und ermahnt die künftige Bonner Regierung, bei Ihren Verhändlungen nicht zu vergessen, daß einem politischen Wechsel nun auch ein energiepolitischer Wechsel folgen muß.

Arbeitslosigkeit, Transrapid, A 20 können nicht die allein die beherrschenden Themen bei  den Koalitionsgesprächen sein. Beim Kampf um die inisterInnenposten sollten
besonders  die Grünen PolitikerInnen nicht vergessen, daß ihre Wurzeln in der Anti-AKW- Bewegung liegen und daß für diese auch heute heißt:

Atomausstieg sofort!

Kontakt Susanne Kamien 0171- 543 36 26

Stand 12 Uhr
Inzwischen sind es 90 AKW-GegnerInnen und die erste Hütte ist gebaut.

Stand 16:17:49 MEZ

Polizei geht in Dannenberg gegen AKW-Gegner vor

Lüchow, 2. Oktober (AFP) - Beamte von Polizei und Bundesgrenzschutz haben am Freitag eine Demonstration von Atomkraftgegnern auf dem Castor-Verladegelände am Dannenberger Ostbahnhof beendet. Wie ein Einsatz-Sprecher mitteilte, wurden die Personalien von rund 60 Demonstranten aufgenommen. Einige AKW-Gegner müßten möglicherweise mit Schadensersatz-Anzeigen rechnen, da unter anderem ein Teil des Zauns um das Gelände zerstört wurde. Die beiden von den Demonstranten errichteten
Bretterbuden wurden abgebaut. Polizei und BGS setzten 150 Beamte ein.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg forderte anläßlich der rot-grünen Koalitionsverhandlungen in Bonn den Stopp aller Atomtransporte, den sofortigen Ausstieg aus der Wiederaufarbeitung und das Abschalten aller Atomkraftwerke. Die künftige Bonner Regierung sollte daran denken, daß einem politischen Wechsel "nun auch ein energiepolitischer Wechsel folgen muß". Beim Gerangel um die Ministerposten sollten besonders die Politiker der Grünen nicht vergessen, "daß ihre Wurzeln in der Anti-AKW-Bewegung liegen".

Bearbeitet am: 02.10.1998/ad


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