| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | ||||||||
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vom 06.11.2002
| Der Zug mit den 12 Castorbehältern aus der französischen
Plutoniumschmiede La Hague soll sich zwar erst am kommenden Montag pünktlich um 19.05 Uhr
vom Verladebahnhof Valognes nach Dannenberg/Ost in Bewegung setzen, die
Atomkraftgegner/innen protestieren aber schon am kommenden Wochenende. Prominente Unterstützung erfahren die Gorleben-Gegner in diesem Herbst: sie genießen den Beistand von Bürgerrechtsorganisationen. Nicht wie sonst üblich - die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg, sondern der Republikanische Anwaltsverein (RAV), zu dessen Mitbegründern Bundeskanzler Gerhard Schröder und Innenminister Otto Schily gehörten, ruft unter dem Motto Endlagerung der Grundrechte? Nein danke!" zur Demonstration und Kundgebung am Samstag, den 9. November auf. Sammelpunkt für Fußgänger, Fahrrad- und Treckerfahrer sind der Ortsausgang in Gorleben bzw. Gedelitz, die Kundgebung wird um 13 Uhr vor der Endlagerbaustelle beginnen. Der Veranstalter rechnet mit 3000 Teilnehmer/innen. Der RAV betont das Recht des Bürgers" durch die Ausübung der Versammlungsfreiheit aktiv am politischen Meinungs- und Willensbildungsrecht teilzunehmen". Dass RAV und künftig auch die Humanistische Union (HU) sich im Wendland engagieren, ist eine Replik auf die Praxis der Demo-Verbote und polizeiliche Übergriffe während des Castortransports. Natürlich kommen auch die Bäuerliche Notgemeinschaft und die BI zu Wort. Aber aus historischem Anlass wird am Anfang Marianne Selke vom Ausschwitz-Komitee sprechen, mit dem 9. November als geschichtsträchtigem Datum ist eben auch das Gedenken an die Reichsprogromnacht verbunden. Die BI will bei diesem Castortransport die ungelöste Entsorgungsfrage in den Mittelpunkt der Sachauseinandersetzung rücken. Bisher gibt es keine Atommüllager weltweit für hochradioaktive Abfälle. Das dokumentieren auch die Gäste aus dem französischen Bure, aus Finnland und den USA. Aus dem Endlagermoratorium muss ein endgültiger Abschied vom Standort Gorleben werden", unterstreicht Wolfgang Ehmke für die Bürgerinitiative:Wetten dass...? Dass dem Widerstand die Puste nicht ausgeht?" Der Mobilisierende Musikkampfwagen und die wetterwendische Theaterkampftruppe mit ihrer Wetten dass- Show" wollen die Kundgebungsteilnehmer auf das große Castor Show-down" einstimmen. Wenn dann der falsche Gottschalk auftritt, bleibt den Quersteller/innen doch zumindest der Schalk für die nächsten ungemütlichen Widerstandstage... Wolfgang Ehmke 0171/ 54 54 684 |
Bearbeitet am: 05.11.2002/ad