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vom 06.12.2006

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Atomkraftgegner demonstrieren vor dem Landtag

Heute haben um 11 Uhr über 50 Atomkraftgegner aus den Standorten Gorleben, Asse und Schacht Konrad im und am Landtag in Hannover gegen die Endlagerpolitik der niedersächsischen Landesregierung protestiert. Im Plenarsaal entrollten sie Transparente und versuchten sich am Rednerpult anzuketten während andere als Nikoläuse verkleidet mit symbolischen Atommülldosen die Eingangstür zum Landtagsgebäude versperrten. Nach 20 Minuten wurden die Demonstranten von der Polizei weggedrängt. Einige wurde zur Personalienfeststellung zu den Polizeifahrzeugen geführt.

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"Die niedersächsische Landesregierung versucht mit allen Mitteln, Gorleben als Atommüllklo durchzuboxen. Es ist unerträglich, dass Wulff, Sander und Co. gebetsmühlenartig behaupten der Salzstock sei als Endlager tauglich, obwohl sie nicht in der Lage sind dies nachzuweisen", erläutert der Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg die Aktion.

De Facto wird Gorleben über Castortransporte in das oberirdische Zwischenlager von Politik und Industrie als Endlager zementiert. Der Standort wurde nur aus politischen und finanziellen Interessen heraus gewählt. Die Suchkriterien werden dabei einfach immer weiter an den vorgefundenen Salzstock angepasst, bis sich die Politik den Standort "passend" gemacht hat.

Seit Anfang der Achtziger Jahre gibt es über das Erkundungsbergwerk Gorleben ausreichend wissenschaftliche Daten. Weil ein Deckgebirge über dem Salzstock in großen Teilen nicht vorhanden ist, werden auf Dauer radioaktive Isotope über Wasserwege die Biosphäre verseuchen. Es ist darum nicht nachvollziehbar, warum der Salzstock als Endlager nicht längst aus dem Rennen ist. Die geplante Aufhebung des Moratoriums und "Weiteruntersuchung" macht keinen Sinn, weil der Standort untauglich ist. Wir fordern die sofortige Aufgabe des Standorts Gorleben und die Stilllegung aller Atomanlagen!

Hintergrund: Für die Betriebserlaubnis von Atomkraftwerken brauchen die Betreiber nach Atomgesetz einen sogenannten Entsorgungsnachweis. Sie müssen nachweisen, wo und wie Atommüll sicher gelagert werden kann. Bis heute gibt es aber kein Endlager für den hochradioaktiven Müll. Von der Politik abgesegnet, bedient man sich eines Tricks: Ein reines "Erkundungsbergwerk" im Gorlebener Salzstock soll den Atomkraftwerksbetreibern als "Entsorgungsnachweis ausreichen. Jede Imbissbude, die nicht nachweisen kann, wie sie ihr altes Fett entsorgt, wäre längst geschlossen. Die finanziellen Interessen der Atomindustrie hingegen werden von der Regierung weiter abgesegnet und mit Polizeigewalt durchgesetzt.

Die Endlager in Salz für schwach- und mittelaktiven Müll, Asse bei Wolfenbüttel und Morsleben bei Helmstedt, sind in katastrophalem Zustand. Die Asse droht abzusaufen und Morsleben bricht teilweise zusammen. Warum sollte das bei Schacht Konrad anders sein? Immerhin ist auch der Schacht Konrad bei Salzgitter ein altes Bergwerk, das nur deshalb genutzt werden soll, weil es 1976 zufällig zur Verfügung stand.

Die Endlager sind sicher? So sicher, wie Transrapid, Titanic und ICE... Die "Experten" erzählen was sie wollen und nicht was wissenschaftlich belegbar ist.

Francis Althoff Tel.: 05843 986789 Mobil 0170 9394684

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e. V. Drawehner Str. 3 ( 29439 Lüchow ( Tel. (0 58 41) 46 84 ( Fax 31 97 ( BI-Luechow@t-online.de ( www.bi-luechow-dannenberg.de

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Bearbeitet am: 06.12.2006/ad

 


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