Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

Drawehnerstr. 3
29439    LÜCHOW
Tel. +49 (58 41) 46 84
Fax +49 (5841)  31 97

Bürozeiten:
Mo., Mi., Fr. & Sbd.:
von 9-12 Uhr
Di. &  Do.:   15-18 Uhr

E-mail für  die Presse:

Mails an diese Adresse bitte
nur für Presseleute, andere können
wegen Zeitmangel nicht beantwortet werden.


Adresse bitte von Hand eingeben
oder unser Kontaktformular verwenden


E-mail:
Adresse bitte von Hand eingeben
oder unser Kontaktformular verwenden
Spendenkonto

"Spende zugunsten der BI Umweltschutz  Lüchow-Dannenberg e.V." sind Steuerabzugsfähige Spenden.

vom 05.04.2007

Gorleben: "Nicht Baustopp aufheben, sondern stilllegen"!

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg (BI) begrüßt zwar die von Umweltminister Gabriel angekündigte alternative Endlagerstandortsuche, fordert aber, den Baustopp (Moratorium) in Gorleben keinesfalls in einem Tauschgeschäft aufzuheben. Gabriel hatte gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (05.04.07) angekündigt: „Wenn die CDU/CSU die neue Standortsuche mitträgt, werde ich das Gorleben-Moratorium, also die Unterbrechung der Arbeiten im Erkundungsbergwerk, sofort aufheben. Das ist ein faires Angebot.“ Mehr zum Thema:

Streit um Endlage für Atommüll
Gorleben und noch mehr

Erkundungsbergwerk Gorleben

 

Der Sprecher der BI hingegen mahnt: „Ein politischer Tauschhandel kann nicht die Grundlage für einen ernsthaften Umgang mit hochradioaktivem Müll sein. Bereits seit Anfang der Achtziger Jahre ist wissenschaftlich belegt, dass der Gorlebener Salzstock mangels eines abdichtenden Deckgebirges den Atommüll nicht vom Eintritt in die Biosphäre abhalten kann. Auf sechs Quadratkilometern ist dieses Deckgebirge löchrig und teilweise gar nicht vorhanden, sodass über Wasserwege radioaktive Stoffe in die Umwelt gelangen werden“, erläutert der BI-Sprecher. „Wegen dieser lange bekannten und unveränderbaren geologischen Tatsachen braucht es keinerlei weiteren Untersuchungen in Gorleben mehr, der Standort gehört aus wissenschaftlicher Sicht stillgelegt“.

Zudem befürchtet die BI als weiteren Schritt im politischen Tauschgeschäft die Einrichtung eines Untertagelabors im Salzstock „als weiteren Türöffner“ für das Atommüllklo. Ausgerechnet die Gesellschaft für Nuklearservice, deren Tochterfirma BLG das oberirdische Gorlebener Zwischenlager betreibt, kündigte bereits im letzten Jahr an, über Stiftungsprofessuren an die TU Clausthal solch ein Projekt finanzieren. Prof. Klaus Kühn von der Uni Clausthal erläuterte diese Pläne in einem Interview mit der örtlichen Elbe- Jeetzel-Zeitung. Kühn attestierte bereits jahrelang als zuständiger ” Sicherheitsexperte” dem absaufenden Endlager Asse II bei Wolfenbüttel und dem einstürzenden Endlager Morsleben bei Helmstedt eine angebliche Sicherheit.

„Aus der Tatsache, dass Gorleben ein Atommüllklo mit Klospülung nach oben wäre, müssen nun endlich auch politisch die notwendigen Konsequenzen gezogen werden“, fordert der Sprecher der BI und kündigt Proteste gegen die Aufhebung des Moratoriums an.

 

Bearbeitet am: 05.04.2007/ad


zurück zur Homepage

zurück zur Homepage der BI