Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 22.04.2010

Protestfahrt zum AKW Krümmel: Anti-Atom-Treck in Gorleben gestartet

Am heutigen Mittwochmittag ist der Anti-Atom-Treck 2010 an den Gorlebener Atomanlagen verabschiedet worden: 24 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl fahren Atomkraftgegner aus ganz Norddeutschland aus Protest gegen ein mögliches Endlager im Wendland und den Weiterbetrieb der Atomanlagen zum Atomkraftwerk Krümmel (20 Gespanne aus Trecker, LKW, Anhängern und etlichen Radfahrern). Der Treck endet am 24.April vor den Toren des Pannen-Reaktors, dort findet eine große Kundgebung statt.

Die "Rote Karte" für schwarz-gelbe Atomkraftfans und Konzernvertreter fordert Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg: "Schluss mit der Atomkraft, freie Fahrt für die Regenerativen und Schluss mit Gorleben! In der Auseinandersetzung um die Atomkraft werden die außerparlamentarischen Initiativen tonangebend bleiben, die Wende in der Energiepolitik kommt aus dem Wendland."

Kerstin Rudek, BI-Vorsitzende ergänzt: "Die Bevölkerung verlässt sich nicht darauf, dass in der Regierung schon die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Augenscheinlich werden politisch bequeme und billige Lösungen bevorzugt, auch in der Frage der Atommülllagerung. Wir kämpfen für eine lebenswerte Zukunft. Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!"

"Atomkraft ist keine Brücke sondern ein riskanter Drahtseilakt, bei dem das Risiko die Bevölkerung trägt und die Atomkonzerne den Profit einstreichen. Der wachsende Widerstand zeigt, dass diese lobbygesteuerte Atompolitik von Umweltminister Röttgen von den Menschen nicht akzeptiert wird. Die Proteste der kommenden Tage werden mit Sicherheit erst der Anfang sein," sagte Tobias Riedl, Atomexperte bei Greenpeace. Die Bundesregierung will den bestehenden Atomausstieg aufkündigen und die Laufzeiten der Reaktoren bis zu 60 Jahre ausdehnen.

"Wer aus Tschernobyl gelernt hat, der verhindert die geplante Laufzeitverlängerung für alte AKW. Wir fordern 24 Jahre nach dem Super-GAU mit unserem Protest-Treck die Stilllegung aller Atomkraftwerke", so Jan Becker von der Anti-Atom-Organisation contratom.

Auf der Treck-Route, die über Dannenberg, Uelzen, Lüneburg und die Elbmarsch wurden Kundgebungen, Konzerte und Camps organisiert. "Es werden Familien, Bauern, Künstler teilnehmen und mit uns gemeinsam ein Zeichen gegen Atomkraft setzen." Am 24.4. beginnt am AKW Krümmel die "KettenReAktion", 120km Protest über Hamburg, Brokdorf bis nach Brunsbüttel.

* www.kruemmel-treck.de

Bearbeitet am: 22.04.2010/ad


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