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vom 25.05.2010

Anlage zur Einlagerung in Bohrlöcher nach Gorleben geliefert 

BI Umweltschutz: "Die Atomwirtschaft demaskiert die Politik"

Klammheimlich sollte der Transport vonstatten gehen: Schon am Montag vor Himmelfahrt traf in Tießau/Elbe ein Schiff mit einer größeren stelzenförmigen Anlage ein, diese wurde in den späten Abendstunden auf einen Tieftransporter geladen, Zielort war Gorleben. Besorgte Anrufer bei der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) vermuteten gar einen Castor-Transport...

Tatsächlich handelte es sich bei dem Schwertransport, wie zum Teil bereits berichtet, um eine Anlage zur Einlagerung von hochradioaktivem Atommüll in senkrechte Bohrlöcher. Schon vor zwei Jahren hatte die BI auf entsprechende technische Entwicklungen der Deutschen Gesellschaft für den Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) hingewiesen. In ihrer Versuchsanlage in Landesbergen/Weser, in der Halle eines ausgedienten Kohlekraftwerks, wurde von der DBE-Tec in Kooperation mit der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) das Hantieren mit den sogenannten BSK-3-Kokillen erprobt.

"Im Klartext: Die DBE als Gorleben-Generalunternehmerin, setzt mit Wissen und wahrscheinlich sogar mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf die behälterlose Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in Gorleben. Das ist in vielfacher Hinsicht ein empörender Akt", unterstreicht BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, "schon wieder werden Fakten geschaffen, die auf Gorleben zugeschnitten sind. Angeblich ist laut Norbert Röttgen, dem CDU-Bundesumweltminister, eine ergebnisoffene Prüfung Gorlebens beantragt, in Wirklichkeit wird schon der Maschinenpark für die kostengünstigste und platzsparendste Variante der Einlagerung erprobt."

Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) und die Gorleben-Generalunternehmerin DBE, zu 75% im Besitz der GNS, verspotte mit der Entwicklung und dem Antransport der Anlage das beschwichtigende Gerede von einem Mehrbarrierenkonzept bei der Einlagerung hochradioaktiver Abfälle, das angeblich einen gestaffelten Schutz gegen das Austreten von Radionukliden in die Biosphäre gewährleisten sollte. Geplant war bisher eine Umlagerung hochradioaktiver Brennstäbe oder verglaster Abfälle aus den tonnenschweren Castor- in sogenannte Pollux-Behälter. Diese sollten u.a. ein Bergen der Behälter möglich machen, sollte es in den ersten 500 Jahren nach der Einlagerung zu einer Havarie wie in der Asse oder in Morsleben kommen. Ehmke:" Schon Sigmar Gabriel (SPD) wollte als Umweltminister auf die Barriere "Deckgebirge" über einem Salzstock verzichten. Jetzt kommt es noch toller: Die GNS plant das Versenken hochradioaktiver Abfälle in Bohrlöchern, eine Rückholbarkeit von Abfällen ist dabei nicht angedacht. Bei der angelieferten Anlage wird es nur eine Abschirmung der hochradioaktiven Abfälle beim Handling geben, dann heißt es plumps, ab ins Bohrloch – ähnlich wie beim Verstürzen der Abfälle in der Asse - so wird die Politik demaskiert: Diese Konzeption verrät, wie klein Langzeitsicherheit bei der Endlagerung geschrieben wird und was in Gorleben geplant wird: sie muss – wie das weitere Setzen auf Gorleben – einfach weg!"


Einem Redakteur der "Elbmarschpost" gelang es ein Foto der Anlage zu machen. Die Zeitung recherchierte weitere Details.

Dieses finden Sie auf unserer Homepage.

19.05.2010

Wurde ein Stand für Bohrlochendlagerung konditionierter Brennelemente nach Gorleben geliefert?


Artikel der DBE-Tec GmbH

Eröffnung des Versuchsstandes für die Demonstration der Endlagerung aus-gedienter Brennelemente in Bohrlöchern

http://www.dbetec.de/de/ueber-uns/veranstaltungen/versuchsstand-eroeffnung/

Bearbeitet am: 25.05.2010/ad


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