Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 30.09.2010

Aufhebung des Moratoriums

"Unruhetag" im Wendland

Ab dem 1. Oktober 2010 sollen nach dem 10-jährigen Baustopp auf der prospektiven Atommülldeponie die Ausbauarbeiten unter Tage wieder aufgenommen werden. Die Aufhebung des Moratoriums ist für die Atomkraft-Gegner in Wendland und den umliegenden Regionen ein fataler Fehler: "Das Moratorium bot die Möglichkeit, eine vergleichende Endlagersuche bei Null zu starten und sich von Gorleben wegen der gravierenden Sicherheitsdefizite elegant zu verabschieden", konstatiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Mit einem "(Un-) Ruhetag" wollen die Gorleben-Gegner am 2. Oktober auf den behördlichen Bescheid reagieren.

So wollen viele Gegner des Projektes am 2. Oktober überall an den Hauptverkehrstrassen des Landkreises Lüchow-Dannenberg dagegen protestieren - u. a. mit Tanzstunden, Fahrradrallys, Chorproben und Kaffeetafeln. Die BI hat für den kommenden Samstag eine Fahrraddemo auf der B 248 von der Polizeikaserne in Lüchow nach Lübbow angemeldet, dort findet gegen 11 Uhr eine kurze Kundgebung mit anschließendem Protestfest auf der Straße statt. Um 12 Uhr will die Castorgruppe des Ostkreises in Gedelitz das Endlager Gorleben feierlich zu Grabe tragen. Die Bäuerliche Notgemeinschaft hat massiven Widerstand angekündigt. Auch viele Atomkraftgegner aus den Kreisen Lüneburg und Uelzen wollen sich an diesem Protesttag im Wendland beteiligen. Ein Treffpunkt ist zum Beispiel ab 10 Uhr die Ortschaft Pudripp an der B 191.

Die Auseinandersetzung um Gorleben wird aber auch vor Gericht ausgetragen, allerdings braucht eine fundierte Auswertung des Bescheids der Klagemöglichkeiten noch einige Zeit.

Schwarz-Gelb lässt sich auch bei der Festlegung auf ein Endlager für die hochradioaktiven Abfälle von der Industrie den Standort diktieren. "Es gibt nur zwei durchsichtige Gründe für das Festhalten an Gorleben: dort wurden 1,5 Milliarden Euro trotz gravierender Sicherheitsbedenken versenkt. Außerdem haben Parteienvertreter Angst vor dem aufflammenden Protest, wenn neue Standorte benannt werden", diagnostiziert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Der kommende Unruhetag wirft seine Schatten voraus auf einen voraussichtlich „heißen“ Herbst mit vielen Aktionen gegen das Endlager- Projekt und dem bevorstehenden Castor-Transport in das Zwischenlager Gorleben, der für die erste Novemberhälfte erwartet wird.

Bearbeitet am: 30.09.2010/ad


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