Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 04.10.201004.10.2010

Unruhetag

Aufhebung des Moratoriums - "Unruhetag" im Wendland

Der Widerstand im Wendland läuft sich warm: Seit dem 1. Oktober 2010
kann unter Tage im Salzstock nach dem 10-jährigen Baustopp wieder Salz abgebaut werden. "Aber in Gorleben wird nicht Salz gewonnen, sondern ein Endlager gebaut, und das auf der Basis des Berg- und nicht des Atomrechts", kritisiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Mit Kaffeetafeln, Chorproben, Fahrradrallye, Trecker- und Sitzblockaden blockieren einige Hundert aufgebrachte Gorleben-Gegner die sechs wichtigsten Zufahrtstraßen ins Wendland. Blockadepunkte gibt es derzeit (12 Uhr) in Lübbow, Nebenstedt, Pudripp, Bergen/Dumme, Zarentien und Göhrde. Die Polizei hält sich zurück. - Das sei nur ein Vorgeschmack auf das Aktionsgeschehen, das Anfang November beim nächsten Castortransport im Wendland zu erwarten ist, prognostiziert die BI. Die Aufhebung des Moratoriums ist für die Atomkraft-Gegner in Wendland und den umliegenden Regionen ein fataler Fehler: "Das Moratorium bot die Möglichkeit, eine vergleichende Endlagersuche bei Null zu starten und sich von Gorleben wegen der gravierenden Sicherheitsdefizite elegant zu verabschieden", konstatiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg (BI). Jetzt gehe die Auseinandersetzung um Gorleben in eine entscheidende Runde: vor Gericht und auf der Straße.

"Wer wie Schwarz/Gelb ohne Alternative an Gorleben festhält, wer Enteignungen als Lex Gorleben ins Atomgesetz hineinschreiben will, der dokumentiert, dass Gorleben das künftige Endlager für hochradioaktive Abfälle sein soll, dagegen wehren wir uns vor Gericht und auf der Straße", erklärte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Das Gerede von Ergebnisoffenheit und Transparenz der Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Hans-Heinrich Sander (FDP) würde durch das faktische Vorgehen konterkariert: "Es gibt keine formalen Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit, die Gutachter sind handverlesene Gorleben-Befürworter".

Der Unruhetag bildet den Auftakt für die bundesweite Mobilisierung gegen den nächsten Castortransport nach Gorleben. Die Bürgerinitiative rechnet mit Zehntausenden von Demonstranten und zahlreichen Aktionen gegen das Endlager-Projekt und den bevorstehenden Castor-Transport in das Zwischenlager Gorleben, der für die erste Novemberhälfte erwartet wird. Ehmke: "Wir werden im November ein Zeichen setzen gegen Schwarz/Gelb und das Durchzocken in der Atompolitik. Die Halbwertzeit von Schwarz/Gelb werden wir deutlich verkürzen, damit eine wirkliche Energiewende eingeleitet wird. Gorleben aber gehört auf den Misthaufen der Geschichte".

Bearbeitet am: 04.10.201004.10.2010/ad


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