Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 26.10.2010

Bundeswehr gegen Castor-Demonstranten?

Bundesregierung bestätigt Amtshilfe-Ersuchen – BI Umweltschutz fordert Absage des Transports: "Politische Lösung statt Eskalation"

Die Bundeswehr wird im Rahmen der Amtshilfe beim nächsten Castor-Transport nach Gorleben eingesetzt. Das bestätigt das Bundesinnenministerium am 22. Oktober auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten Christian Ströbele.

Der Grünen-Politiker wollte wissen, ob "nach den schlechten Erfahrungen beim G-8 Gipfel in Heiligendamm insbesondere auf den rechtlich fraglichen Einsatz von RECCE-Tornado-Aufklärern, welche angeblich täglich ost-westlich die Bahnstrecke im Kreis Lüchow-Dannenberg überfliegen, sowie auf Fertigung personenbeziehbarer Film/Fotoaufnahmen durch diese Flugzeuge" verzichtet würde. Ein Einsatz der Tornado-Aufklärer "in Verbindung mit den Castor-Transporten ist nicht vorgesehen", lautet die Antwort. Allerdings: "Die Bundeswehr hat auf Anträge des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport und des Bundesministeriums des Innern Unterstützungsleistungen im Rahmen der Amtshilfe (Artikel 35 Absatz 1 des Grundgesetzes) zugesagt."

"Statt einer politischen Lösung wird nur noch auf 16.500 Polizisten und nun sogar auf die Bundeswehr gesetzt", empört sich die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). "Schwarz-Gelb provoziert die Bevölkerung durch die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und den weiteren Ausbau Gorlebens als Atommüllendlager und schickt den aufbegehrenden Bürgerinnen und Bürgern Polizei und Bundeswehr auf den Hals. Das ist ein politisches Armutszeugnis. Wir sagen nein zu derartigen Eskalation und fordern politische Lösungen ein: noch ist es Zeit, den Castor-Transport abzusagen", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

"Im Wendland herrscht kein Bürgerkrieg, sondern Bürgerinnen und Bürger begehren gegen die Lobbypolitik einer Regierung auf, die sich zum Büttel der Energiewirtschaft machen lässt - Atomkraft ist von gestern und ein Salzstock mit Wasserkontakt und Gaseinschlüssen wie in Gorleben ist nach den Ereignissen in der Asse und in Morsleben als Endlager passé."

Die Antwort des Innenministeriums finden Sie auf unserer Homepage.

Bearbeitet am: 26.10.2010/ad


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