Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 10.12.2010

BI Umweltschutz nimmt das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) unter die Lupe

Die Nachricht, dass neben dem bekannten Krebscluster im Umkreis des KKW Krümmel bzw. der GKSS Geesthacht nun auch im Umfeld der Atommülldeponie Asse II unerwartet viele Krebserkrankungen registriert wurden, beunruhigt naturgemäß auch viele Menschen im Wendland. Schließlich begann die Einlagerung von schwach- und mittelaktiven Abfällen bereits im Orwell-Jahr 1984, seit 1995 werden auch hochradioaktive Abfälle nach Gorleben transportiert und immer noch wird an Gorleben als künftiges nukleares Endlager festgehalten. Gründe genug für die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), sich mit einem Fragenkatalog an die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) zu wenden.

Zum 4. November 1994 trat des Krebsregistergesetz (KRG) des Bundes in Kraft. Zum 1. Januar 2000 folgte die Länderregelung, das niedersächsische Gesetz über das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) folgte. Auf diesem Hintergrund möchten die Gorleben-Gegner wissen, ob vor dem Betriebsbeginn der Gorlebener Atomanlagen eine Art "Ist-Zustand" erhoben wurde, um eine Gefährdungsabschätzung vornehmen zu können. Schließlich sei aus den Jahresberichten "Krebs in Niedersachsen" deutlich abzulesen, dass die Erhebungen im Wendland lückenhaft waren. Zumindest bis einschließlich 2005 für Lüchow-Dannenberg war ein nur unzureichender Erfassungsgrad zu verzeichnen - ein Meldeergebnis von 70 bis 80%. Nun möchte die BI wissen, wie es in den Folgejahren aussah. Schließlich bekommt die Sozialministerin zu lesen: "Welche Anstrengungen haben das Ministerium bzw. das Gesundheitsamt unternommen, um - insbesondere mit dem Blick auf Gorleben - statistisch belastbare, also aussagekräftige Daten zu erlangen? Oder spielt die Strahlenbelastung durch Atommülltransporte wie auch durch die Lagerung von Atommüll keine Rolle in dem EKN?" Denn gerade hatte die Sozialministerin angekündigt, das EKN noch zu verfeinern und auch für Standortgemeinden von Atomanlagen Daten erfassen zu wollen.

Schließlich möchte die BI noch wissen, wie Özkan der Schwierigkeit begegnen will, dass die Angaben von Krebserkrankten auf Freiwilligkeit beruhen. Damit seien Lücken und Fehlinterpretationen Tür und Tor geöffnet, kritisiert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Für die Erhebung von Krebserkrankungen waren einst Fragebögen vorhanden, die in den Bezirken Weser/Ems und Braunschweig an Patienten ausgegeben werden sollten. "Wir bitten um die Zusendung eines "gültigen" Fragebogens. Wir möchten diesen Fragebogen kritisch-konstruktiv unter die Lupe nehmen, denn es müssten ja bei den gemeldeten Erkrankungen zumindest frühere Wohnorte, eine Berufsbiographie und familiäre Krebserkrankungen erhoben werden."

Bearbeitet am: 10.12.2010/ad


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