Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 29.01.2018

Annalena Baerbock soll mal vorbeikommen

Mit einem offenen Brief reagiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) auf Äußerungen der frisch gewählten Vorsitzenden der Grünen Annalena Baerbock.

Nun sind sie gewählt: als neues Spitzenduo der Grünen, Annalena Baerbock und Robert Habeck. Rein biografisch steht Annalena Baerbock für einen klaren Generationswechsel. Die Klima- und Europapolitikerin mit Wahlkreis in Brandenburg ist schon mit einem rot-grünen Weltbild groß worden, ihre Eltern haben sie schon zu Demos mitgenommen. Heute reibt die Juristin es den Älteren in der Partei gern unter die Nase, dass Heldengeschichten aus Gorleben nicht mehr ausreichen würden, um eine grüne Identität zu begründen. Die BI sagt dazu: Es geht nicht um Heldengeschichten, auch wenn Frau Baerbock das immer wieder betont. Und das tut weh, wenn man nachliest, was sie zu Gorleben weiß. Im Interview mit dem Deutschlandfunk sagt sie:

Schmidt-Mattern: Da haben Sie jetzt schon ein bisschen aus Ihrer Jugend erzählt. Sie sind aufgewachsen in der Nähe von Hannover in einem kleinen Dorf. Das ist in den 80er Jahren eine hochpolitische Gegend gewesen. Wurden Sie da schon irgendwie grün geprägt oder wie kamen Sie eigentlich zu den Grünen?

Baerbock: Also, sicher schon auch familiäres Umfeld. So rückblickend denkt man ja auch immer: 'Mensch, was hat man als Kind gemacht?' Also, irgendwie in der Grundschule habe ich thematisiert, dass wir keinen Fasching feiern durften wegen dem ersten Irakkrieg. Das kommt ja nicht bei so einem Kind alleine in den Kopf. Meine Eltern haben mich auch zu mehreren Demos mitgenommen. Ja, und dann sind wir so …

Schmidt-Mattern: Welche Demos? Gegen Gorleben wahrscheinlich?

Baerbock: Ja, schon als ich zwei war. Abrüstungsdemos also.

Sehr geehrte Frau Baerbock,
in Gorleben ging es nicht um Abrüstung, sondern um die Nutzung der Atomkraft, die sich in der BRD noch nicht wirklich, europaweit noch gar nicht erledigt hat. Immer noch laufen Atomkraftwerke und produzieren Müll, immer noch gibt es den Euratom-Vertrag, immer noch beliefert beispielsweise die Brennelementefabrik aus Lingen Atomkraftwerke weltweit mit Brennstäben. Und in Gorleben geht es immer noch um den Atommüll, der Standort ist „gesetzt“ bei der Endlagersuche, m.a.W. die gesellschaftliche Auseinandersetzung um die Atommülllagerung hat sich lange nicht erledigt, das ist ein generationenübergreifendes Projekt. Wir hoffen, dass Sie nicht länger abwertend über „Gorleben“ und das anhaltende Engagement von Menschen reden, die sich für eine demokratische Atommüllpolitik einsetzen.

Gern begrüßen wir Sie im Wendland, wo Sie Ihre Kenntnisse auffrischen können.

 

Bearbeitet am: 29.01.2018/ad


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