Gemeinsame Pressemitteilung von Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen AntiAtomBonn Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg e.V. Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung) NABU NRW ROBIN WOOD SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster Umweltinstitut München e.V.

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vom 21.11.2018

Gemeinsamer Appell an Bundesländer:

Export-Verbot für Brennelemente beschließen

Ein breites Bündnis aus Umweltverbänden und Anti-Atomkraft-Initiativen fordert die Regierungen der Länder dazu auf, am Freitag einem Bundesrats-Antrag zuzustimmen, der einen Exportstopp von Brennelementen an grenznahe Atomkraftwerke (AKW) fordert. Die Organisationen begrüßen den von Baden-Württemberg eingebrachten Antrag und richten ihre Forderung insbesondere an die nordrhein-westfälische Landesregierung, die im Vorfeld angekündigt hat, den Antrag abzulehnen.

„Es ist an der Zeit, dass sich die Landesregierungen vereint dafür einsetzen, die deutsche Beteiligung am Betrieb der gefährlichen Atommeiler endlich zu beenden“, betont Dr. Philip Bedall, Referent für Energie- und Atompolitik am Umweltinstitut München. „Obwohl die Bundesregierung die Stilllegung der deutschen AKW beschlossen hat, ist Deutschland immer noch mitverantwortlich dafür, dass grenznahe AKW im Ausland die eigene Bevölkerung bedrohen.“

Die Bundesratsinitiative Baden-Württembergs zielt darauf, die Bundesregierung aufzufordern, Exporte von Brennstoff an grenznahe AKW im Ausland künftig zu untersagen. Darüber hinaus soll die Bundesregierung ihre Initiativen, die zu einem raschen Abschalten der entsprechenden AKW führen, verstärken und ausweiten.

Die Verbände und Initiativen richten ihre Forderung insbesondere an die nordrhein-westfälische Landesregierung, die zu den lautesten Kritikern der grenznahen belgischen AKW Tihange 2 und Doel 3 gehört. Bislang folgte der harschen Rhetorik jedoch kein echtes Engagement gegen die Pannenmeiler.

„Immer wenn es konkret wird, etwas gegen den Betrieb der Riss-Reaktoren zu unternehmen, glänzt Nordrhein-Westfalen mit Untätigkeit“, erklärt Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW. „Eigene wirksame Maßnahmen bleibt Ministerpräsident Laschet bisher schuldig. Damit ist er als Kritiker der Pannenreaktoren unglaubhaft.“

·Verbändebrief (PDF) vom 15. November 2018 an die Landesregierungen

Kontakt:

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen Matthias Eickhoff Tel. 0176 / 64699023

AntiAtomBonn Herbert Hoting Tel. 0228 / 223840 www.antiatombonn.de

Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf Christina Burchert Tel. 0171 / 2804110

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow- Dannenberg e.V. Wolfgang Ehmke, Vorstand Tel. 0170 / 5105606 www.bi-luechow-dannenberg.de

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. Udo Buchholz Tel. 02562 / 23125 www.bbu-online.de

IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung) Dr. med. Angelika Claußen, Europavorsitzende Tel. 0172 / 5882786 www.ippnw.de

NABU NRW Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender Tel. 0171 / 3867379 www.nrw.nabu.de

ROBIN WOOD Ronja Heise, Fachreferentin Energie Tel. 040 / 380 892-21 www.robinwood.de

SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster Peter Bastian Tel. 0157 / 86269233 www.sofa-ms.de

Umweltinstitut München e.V. Dr. Philip Bedall, Referent für Energie- & Atompolitik Tel. 089 / 30774925 www.umweltinstitut.org

 

Bearbeitet am: 21.11.2018/ad


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