Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 26.04.2019

Salz, Salz, Salz

Die Salzlinie hat bei den Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Atommüllentsorgung die Nase vorn. Das geht aus dem Bericht des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT Nr.55) hervor, den die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) unter die Lupe genommen hat.

Dem Bericht zufolge gab es im vergangenen Jahr über derartige 80 Forschungsvorhaben. Der Bogen ist weit gespannt – es geht dabei um die wissenschaftlichen Grundlagen der Standortauswahl, das Endlagerkonzept und die Endlagertechnik, den Sicherheitsnachweis und das Wissensmanagement bis hin zu der Frage, welche Auswirkungen die verlängerten Zwischenlagerzeiten auf Abfälle und Behälter haben können.

Dabei überwiegen – nicht nur - in dem Bereich „Endlagerkonzepte und Endlagertechnik“ die Beiträge, die sich mit einer möglichen Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle in Salzgestein befassen. Stiefmütterlich behandelt werden die Tonvorkommen, die Lagerung in flachlagernden Salzschichten oder die Lagerung in tiefen Bohrlöchern, konstatiert die BI. „Das spricht sprichwörtlich Bände, denn wir trauen all den offiziellen Beteuerungen, dass nun Salz, Ton und Kristallin bei der Endlagersuche in gleicher Weise behandelt wird, ohnehin nicht,“ so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

„Wie das Wissen um die Lagerung hochradioaktiver und giftiger Abfälle an künftige Generationen des Post-Atomzeitalters weitergegeben werden können, um beispielsweise zu verhindern, dass nach Bodenschätzen an dem Ort gesucht wird, wo einst Atommüll eingelagert wurde, spielt in den Forschungsberichten keine Rolle“, kritisiert die BI.

Merkwürdig sei auch, dass all diese Forschungsvorhaben nicht vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) gesteuert und finanziert werden, sondern vom Wirtschaftsministerium: das werfe die Frage auf, wer bei der Endlagersuche eigentlich den Hut aufhat.

 

Bearbeitet am: 27.04.2019/ad


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