Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

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vom 12.11.2019

Niedersachsen: Atommüllland

Mit dem Schacht Konrad, der Asse II und Gorleben ist Niedersachsen das Atommüllland schlechthin in der Bundesrepublik, konstatiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Niedersachsen komme deshalb eine ganz besondere Rolle in der Atommülldebatte zu – aus den Fehlern der Vergangenheit im Umgang mit dem Atommüll müsse gelernt werden. Nun – endlich - möchte der niedersächsische Umweltminister der Frage nachgehen, welche Rolle Niedersachsen bei der Endlagersuche spielen wird.

Seine Vorankündigung, man werde „den gesamten Prozess konstruktiv und kritisch begleiten – und ganz genau hinschauen“ nimmt die BI zum Anlass zur Kritik. „Es gab bisher keinen regelmäßigen Diskurs zu den Fragen der Atommülllagerung, keine öffentlichen Diskussionsveranstaltungen, wie es unter der Ägide seines Amtsvorgängers Stefan Wenzel üblich war.“

Die Gorleben-Gegner vermissen einen Neustart der Endlagersuche auch für schwach- und mittelaktive Abfälle, denn ausgediente Bergwerke seien für die anschließende Nutzung als Atommülllager eine Zeitbombe. Es reiche auch nicht, sich mal in Skandinavien ein Endlagerprojekt im Kristallin anzuschauen, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke in Anspielung auf die Info-Tour des Umweltministers nach Finnland im Mai dieses Jahres. Mit Blick auf den norddeutschen Raum fehle dem Land eine eigene Expertise zu möglichen klimatologischen Auswirkungen und Eiszeiten, die einer Endlagerung in diesen Regionen entgegenstehen. „Wir sind da mächtig enttäuscht“, so Ehmke.

„Und wenn Olf Lies den Blick schärfen dafür möchte, was mit dem bisherigen Standort Gorleben im nächsten Jahr geschieht, wenn erstmalig Gebiete aus dem Suchverfahren für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle herausgenommen werden, dann soll er darauf pochen, dass ein fehlendes Wasser abschirmendes Deckgebirge – wie über dem Salzstock Gorleben - ein K.o. – Kriterium wird.“

 

Bearbeitet am: 12.11.2019/ad


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