ejzmini.gif (1299 Byte)

vom 06.06.1991

Keine Stellungnahme zu strittigen Fragen

Ausschuß „Grubensicherheit" in Gorleben

Gorleben. Keine Stellungnahme wollte der Vorsitzende des Unterausschusses „Grubensicherheit" des niedersächsischen Landtages, der SPD-Abgeordnete Ulrich Biel, zu den derzeit stritti- gen Fragen im Zusammenhang mit der Abteufung der Schächte im Gorlebener Salzstock für den Bau des Endlagers für atomaren Abfall abgeben.

Bild: KEINE STELLUNGNAHME wollte der Vorsitzende des Landtagsunterausschusses Grubensicherheit, der SPD-Landtagsabgeordnete Ulrich Biel (zweiter von links), zum derzeitigen Teufstopp im Gorlebener Salzbergwerk abgeben. Aufn.: T. Janssen

Umstritten sind zwischen den Betreibern und dem Bergamt beziehungsweise dem Umweltministerium in Hannover Fragen zur Sicherheit des Schachtes und die Einarbeitung von salzhaltigem Material in die Schutzschicht, die die geplanten Salzhalde gegen das Grundwasser abdichten soll. Bei- de Probleme stehen derzeit einer Fortsetzung der Bauarbeiten im Weg.

Eine Routinesitzung, die nichts mit dem jüngsten Unfall im Schacht 1 zu tun habe, sei der Besuch des Unterauschusses am Dienstag auf dem Gelände des Gorlebener Endlagers gewesen. Dies erklärte Ausschußvorsitzen- der Biel gegenüber der EJZ. Zweck des Besuches in Gorleben war die Unterrichtung der neuen Ausschußmitglieder über das Projekt Gorleben. Die Angehörigen des Gremiums befassen sich unter anderem mit Fragen der Arbeitssicherheit. Außer den Ausschußmitgliedern nahmen auch Vertreter des Oberbergamtes in Clausthal-Zellerfeld, des Bergamtes Celle, des niedersächsischen Umweltministeriums sowie des Bundesamtes für Strahlenschutz an der Sitzung teil. Auch die „Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern" war durch ihren Geschäftsführer, Bergassessor Manfred Florl bei der Sitzung vertreten. -tj-

Bearbeitet am: 10.06.2016/ad


Zurück zur Homepage