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vom 18.06.1991

Grüne: K.-D. Grill soll sich erinnern

Kritik an Stellungnahme des MdL

Lüchow. Anstatt dem Land Kooperation mit Gewalttätern vorzuwerfen und Monika Griefahn wegen ihrer Entscheidung in Sachen Mol-Transport zu kritisieren (wir berichteten gestern) sollte sich Kurt-Dieter Grill lieber erinnern und zwar an die Kreistagssitzung vom 11. Februar 1988, rät die Kreistagsfraktion der Grünen.

Bei jener Mammutsitzung des Kreistages vor etwa dreieinhalb Jahren passierten mehrere CDUAnträge in Sachen Gorleben das Parlament. Unter anderem habe auch Kurt-Dieter Grill seinerzeit zugestimmt, daß ein Antrag folgenden Wortlauts angenommen wurde: „Unter Berücksichtigung der Genehmigung für das Zwischenlager sind alle eingelagerten Fässer zu untersuchen. Fässer, die nicht der Genehmigung entsprechen, sind abzutransportieren."

Des weiteren passierte ein CDU-Antrag den Kreistag, daß der weitere Betrieb des Zwischenlagers erst erfolgen könne, wenn alle Berichte über Ursachen und Konsequenzen vorlägen und schärfere Kontrollen angeordnet seien. Zustimmung fand am 11. Februar 1988 auch ein CDU-Antrag, daß von der Industrie, der Landesund Bundesregierung gefordert werde, daß das zukünftige Kontrollsystem ein Eingreifen im Zwischenlager überflüssig machen soll. In Gorleben dürften nur Abfälle ankommen, deren Endlagerfähigkeit geprüft ist, hieß es in dem CDU-Antrag. Kurt-Dieter Grill hatte Niedersachsensachsens Umweltministerin Monika Griefahn unter anderem vor geworfen, daß die Politikerin kraß gegen die Sicherheitsansprüche der Bürger bei Atomtransporten verstoßen habe.

-gel-

Bearbeitet am: 21.06.2016/ad


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