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vom 11.01.1992

Fuhrmann zu Schacht I:

Endlagervertrauen wieder erschüttert

gel Gorleben. Die wiederholte „Unregelmäßigkeit" bei den Erkundungsarbeiten für ein atomares Endlager im Schacht I in Gorleben hat den hiesigen SPD-Bundestagsabgeordneten Arne Fuhrmann in seiner Meinung bestätigt, daß Gorleben als Standort ungeeignet sei.

Fuhrmann fordert erneut: „Schluß mit den Arbeiten." Gerade in Gorleben dürften keine Unregelmäßigkeiten auftreten, sonst werde das „Vertrauen in ein Endlager immer wieder erschüttert," meinte der SPD-Politiker gestern gegenüber der EJZ.

Seiner Meinung nach sei es „unmöglich", daß jetzt noch weitergearbeitet werde. Fuhrmann sieht sich erneut bestätigt, daß der Schacht in Gorleben überhaupt keine Garantie sein könne, daß nichts passiert. Die Menschen könnten gar nicht in der Lage sein zu glauben, daß der Schacht hundertprozentig sicher sei. Jetzt solle man endlich nicht mehr auf das „Pferd Gorleben" setzen, sondern es vielmehr „absatteln".

Die Frage, die Fuhrmann nach den jüngsten Vorfällen erneut verneint: Ist Salz überhaupt die richtige Formation für ein Endlager? „Wir müssen das, was wir beseitigen, auch noch in Jahrhunderten kontrollieren können," so Fuhrmann. Eine Lagerung sei nur sinnvoll, wenn man auch wieder an den radioaktiven Müll herankomme. Es gehe nun um eine „vernünftige Lösung", die auch für Experten akzeptabel sei.

Bearbeitet am: 11.01.2017/ad


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