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vom 18.01.2992

Staatssekretär Jan-Henrik Horn fuhr gestern in den Schacht I ein

„Ursächlichkeit genau klären"

gel Gorleben. Neue Erkenntnisse zu den Laugenzuflüssen im Schacht I des Erkundungsbergwerkes für ein atomares Endlager in Gorleben hat Jan Henrik Horn aus dem niedersächsischen Umweltministerium gestern nicht gewonnen. Er fand das Bauwerk als solches zwar „beeindruckend und erstaunlich", doch Neues in Sachen Laugenzuflüsse und Kontraktionsrisse hatte Horn nach der Reise in die Unterwelt nicht zu vermelden. Für ihn sei es lediglich eine Informationstour gewesen, um sich vor Ort ein klares Bild zu machen; das brauche man bei Entscheidungen.

Bild: FUHR IN DEN SCHACHT EIN: Jan-Henrik Horn, Staatssekretär im niedersächsischen Umweltministerium (beim Einsteigen). Neue Erkentnisse gewann Horn auf der 312-MeterSohle jedoch nicht. Aufn.: J. Feuerriegel

Zur Zeit ruhen die Teufarbeiten im Schacht 1, da für etwa vier bis sechs Wochen Abdichtungsarbeiten unternommen werden müssen. Horn war zusammen mit mehreren Vertretern aus dem niedersächsischen Umweltministerium gestern nachmittag bei der DBE im Erkundungsbergwerk zu Gast und fuhr mit dem Kübel in den Schacht ein, um sich ein Bild von der Situation auf der 312-Meter-Sohle zu machen. Horn hielt bei der anschließenden Pressekonferenz an seiner Meinung fest, daß die Risse und Laugenzuflüsse atomrechtlich relevant seien für das Planfeststellungsverfahren. Die Ursächlichkeit müsse genau geklärt werden; und auch hinter der Fundamentlage stehe ein Fragezeichen. Da die Standsicherheit des Schachtes nur bis Mitte des Jahres gewährleistet sei und jetzt Verzögerungen aufgetreten seien, bestehe zudem Bedarf für eine neuerliche gutachterliche Überprüfung, meinte Horn im Beisein von mehreren Medienvertretern. Die Standsicherheit ist nach Auffassung von Bergdirektor Jürgen Schubert vom Bergamt Celle noch bis September oder Oktober gewährleistet.

Ständig würden zudem Zwischenprüfungen stattfinden; deren Daten seien sogar günstiger als bisher ausgefallen. Sehr wohl räumte Schubert aber eine bis jetzt sehr lange Standzeit des Gefrierschachtes ein. Eine weitere Überprüfung der Standsicherheit könnte ergeben, daß Teile der Wand schadhaft seien oder gar mehrere Schäden durch Stahlringe ausgebessert werden müßten. Das Ergebnis könnte aber auch sein: Der Schacht sei standfest, skizzierte Schubert die drei denkbaren Varianten.

Bearbeitet am: 23.01.2017/ad


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