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vom 03.12.1994

Infas-Umfrage zum geplanten nach Gorleben:

Castor für 65 Prozent ein Risiko

gel Gorleben. Eine klare Mehrheit der Bundesbürger sieht nach Umfrageergebnissen des Meinungsforschungsinstituts „infas" in dem geplanten Castor-Transport nach Gorleben eine potentielle Gefährdung der Bevölkerung: 65 Prozent der Befragten halten den Transport hochradioaktiven Atommülls in Castor-Behältern für riskant.

Kein nennenswertes Risiko sehen dagegen nur 29 Prozent in einem solchen Transport nach Gorleben.

Tausend Bürger und Bürgerinnen sind im November vom renommierten Umfrageinstitut „infas" zu brisanten Schlagzeilenthemen befragt worden, unter anderem auch zum Brennpunktthema Atomenergie.

Bundesweite Rückendeckung für weitere Protestaktionen hätten die hiesigen Atomkraftgegner auch für den Fall, daß das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den vorläufigen Stopp des Transportes wieder rückgängig machen sollte: Unter dieser Voraussetzung haben sich bei der Umfrage 56 Prozent für weitere Protestaktionen in Gorleben ausgesprochen. 34 Prozent der Deutschen hingegen fordern die Demonstranten auf, eine solche Gerichtsentscheidung dann auch zu akzeptieren.

Die atomkraftkritische Einstellung der Bundesbürger zu diesen speziellen Fragen deckt sich mit ihrer Haltung gegenüber der Kernenergienutzung generell: Die Mehrheit von 54 Prozent - wir berichteten bereits - plädiert nach der „ infas"-Umfrage für einen Ausstieg aus der Nuklearwirtschaft; nur 36 Prozent der Befragten halten eine weitere Kernenergienutzung für un-entbehrlich.

 

Bearbeitet am: 11.12.2019/ad


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