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vom 11.01.1994

Ablehnende Stellungnahme des Griefahn-Ressorts beim Thema B fragt:

Castor die heie Wahlkampfphase?

gel Gorleben. Ablehnend wird das niedersachsische Umweltministerium Stellung nehmen zu einem Antrag in Sachen Fugedeckel für einen Castor. Die BLG als Betreiberin des atomaren Zwischenlagers in Gorleben soll nachweisen, daß Schweißarbeiten nach Einlagerung der hochradioaktiven Castor-Behälter auch bei Temperaturen von über 80 Grad an den Bauteilen möglich sind. Das Griefahn-Ressort hat zu dem jetzt vorliegenden Anderungsantrag „etliche Kritikpunkte", erfuhr die LIZ vorab aus Hannover. Dabei gehe es unter anderem um technische Fragen.

Angesprochen werde bei der Stellungnahme aber auch das Problem, ob es zur Zeit überhaupt das Bedürfnis gebe, einen Castor in Gorleben einzulagern. Hannover sieht dafür jedenfalls zur Zeit kein Bedürfnis. Genehmigungsbehörde für den Fugedeckel ist allerdings das dem Bund unterstellte Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Wird das jetzt die Genehmigung zügig erteilen, damit der erste Castor-Transport etwa in die Schlußphase des niedersachsischen Wahlkampfes fallen könnte, fragt die hiesige Bürgerinitiative Umweltschutz (BI).

 Die BI vermutet einen Castor-Transport als Bonner Maßnahme, um Rot-Grün in Hannover zu sprengen. Für den Fall eines Transportes haben die Atomkraftgegner Protest angekündigt, der allerdings klar den Verantwortlichen kenntlich machen soll: Bundesumweltminister Töpfer.

Hannover halt dagegen einen Transport vor den Wahlen aus Zeitgründen für „eher unwahrscheinlich", meint Griefahn-Sprecherin Rexing. Da müßte sich die Atomindustrie schon sehr beeilen — „und das ware dann zu offensichtlich".

 

Bearbeitet am: 19.01.2019/ad


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