vom 09.04.1998

Absage an Werbegag für Castor

 

gel Gorleben. Das Thema Werbung auf Castor-Transportbehältern ist beendet. "Wenn da jemand überhaupt drauf wirbt, dann nur, wir", stellt Reinhard König klar. Der Geschäftsführer der Gorlebener Zwischenlagerbetreiberin BLG spricht im Namen der Energieversorgungsunternehmen. Die haben-ganz offenbar überhaupt nicht vor, auf Castor- Behältern zu werben. Das Angebot einer Werbeagentur aus Bünde halte er "ausschließlich für einen Gag", sagt König.

Bekanntlich war die Werbeagentur WAN an das Bundesumweltministerium herangetreten: Dem Merkel-Ressort wurde angeboten, daß die Agentur für 100 000 DM die Rechte erwerben wolle, um die Castor-Außenwände mit Werbung zu bestücken. Skurril: Sogar die hiesige Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) sprang auf die Idee an und wollte ihre Forderungen per Werbung auf den Castoren kundtun (EJZ berichtete ). Daraus 'wird nun' nichts. Das Bundesumweltministerium schrieb der Werbeagentur, daß Bonn nicht der richtige Adressat für das Angebot sei: weil das Ministerium weder über Eigentums- noch über Nutzungsrechte an den Behältern verfüge. Die Energieversorgungsunternehmen ihrerseits haben nach Auskunft Königs ganz offenbar kein Interesse an Werbung. Eingeschaltet hat sich in die "absurde" Diskussion auch der hiesige Bundestagsabgeordnete Kur-f-Dieter Grill (CDU): Castor-T'ransporte seien" das letzte, womit man Werbung in Verbindung bringen sollte."

Bearbeitet am: 10.04.1998/ad


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