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vom  04.08.1998

Senator sieht interessante Ausgangsposition - Rexrodt:
Milliarden-Kapital wird vernichtet 

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"Raser; Unheimlicher!"           Karikatur: Haitzinger       

Hamburg. Hamburgs Umweltsenator Alexander Porschke von der Grün-Alternativen Liste (GAL) sprach mit Blick auf eine rot-grüne Koalition in Bonn von einer interessanten Ausgangsposition für Verhandlungen mit der SPD über die Energiepolitik. Ein schnellstmöglicher Stillstand der AtomAnlagen sei wünschenswert. Auch die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) sieht durch Schröders Pläne die Einigungschancen mit der SPD in Sachen Atomausstieg gestiegen. Schröder habe mit der Schließung der sechs ältesten Atomkraftwerke eine Forderung der Grünen übernommen.

Wirtschaftsminister Günter Rexrodt geht davon aus, daß ein erzwungener Ausstieg zu einer Kapitalvernichtung von mehr als 70 Milliarden Mark führen würde.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte am Wochenende berichtet, Schröder plane im Falle eines Wahlsiegs in Bonn einen wesentlich schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft als bisher bekannt (wir berichteten). Nach einem neuen "Ausstiegskonzept" sei vorgesehen, die sechs ältesten deutschen Kernkraftwerke - Obrigheirn, Stade, Biblip A und B, Neckarwestheim 1 und Brunsbüttel bereits in der ersten Legislaturperiode abzuschalten. Für die übrigen 13 laufenden Meiler will Schröder angeblich mit den Energiekonzernen verbindliche Restlaufzeiten aushandeln.

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Müller, will einen noch schnelleren Ausstieg aus der Atomenergie als Schröder. Müller. sagte im Hessischen Rundfunk: "Aus meiner Sicht sind von den 19,Atomkraftweirken, die in Deutschland betrieben werden, elf auf der Liste derjenigen, die schnell beendet werden müssen." Dies seien alles Kraftwerke, deren Sicherheitsstandard seit 1993 nicht mehr genehmigungsfähig wäre.

Bearbeitet am: 04.08.1998/ad


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