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vom  24.08.1998

Atomwirtschaft will Verantwortung künftig teilen
Abgabe der Transporte

dpa Hamburg. Nach dem Stopp der Atomtransporte aus deutschen Kernkraftwerken ins Ausland will die Atomwirtschaft die Veranwortung in andere Hände geben. Künftige Transporte abgebrannter Brennelemente in die Wiederaufbereitungsanlagen Sellafield (Großbritannien) und La Hague (Frankreich) sollen von anderen Gesellschaften abgewickelt werden.
Im Mai hatte Merkel alle Atomtransporte in die ausländischen Wiederaufbereitungsanlagen gestoppt, weil einige Behälter aus ungeklärten Ursachen verstrahlt waren.
Die Grünen wollen im Fall einer Regierungsbeteiligung sofort den Ausstieg aus der Atomkraft angehen. Der Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Joschka F'ischer, sagte am Sonnabend: "Wir wollen im Falle einer Regierungsbeteiligung raus aus der Atomenergie. Das heißt, auf der Grundlage eines Ausstiegsgesetzes mit dem Ausstieg so schnell es irgendwie geht beginnen und ihn zu Ende führen."
Die Europäische Kommission setzt dagegen auf den Ausbau der Atomkraft und eine rasche Entwicklung neuer Kernfusionsreaktoren.

Bearbeitet am: 24.08.1998 /ad


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