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vom  09.12.1998        

Bürgerinitiative zu Castor-Konzept:
"Im Eimer"

Ir Gorleben. Die Untersuchungen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung bei denen, eine Restfeuchte im Deckelbereich von Castor-Behältern, festgestellt wurde, schüren die Befürchtungen von Atomkraftgegnern, daß es mit der Langzeitsicherheit von Castor-Behältern nicht weit her ist. Die BAM hatte Wassertropfen zwischen den Ummantelungen der Dichtung eines untersuchten CastorBehälters festgestellt und von sich aus formuliert: "Da dieser Befund von grundsätzlicher Bedeutung für alle unter Wasser beladenen Behälter mit diesem Dichtringtyp ist und derartige Behälter sich bereits beladen in Ahaus, Gorleben. und Greifswald befinden, halten wir eine umgehende Klärung und ggf. Maßnahmen für erforderlich."

Voraussetzung für die Langzeitsicherheit der Castoren sei die Langzeitbeständigkeit des Dichtungssystems, erinnert die BI Lüchow-Dannenberg.

Aus den Untersuchungen ergebe sich, daß selbst die Bundesbehörde, die bislang auf das Castor-Konzept schwörte, eine Korrosionsgefahr annimmt.

"Nun ist sogar,die Dichtigkeit der Castor-Behälter in Frage gestellt: aus unserer Sicht ist das Castor-Konzept im Eimer", wertet man den BAM-Befund.

Allmählich steige die Verärgerung in der BI über die zögerliche Reaktion des Bonner Umweltministeriums. Die fortgesetzte Blamage der Atommüllentsorger müsse zum längst überfälligen Verbot weiterer Transporte führen. Die BI fordert: "Das Gentleman's Agreement zum Transportestopp, das Jürgen Trittins Amtsvorgängerin Angela Merkel (CDU) wegen der überhöhten äußerlichen Verstrahlung vieler Transportbehälter mit der Atomindustrie verabredet hatte, muß durch einen wirklichen Transporte- und Einlagerungsstopp für Ahaus, Gorleben und Greifswald ersetzt werden."

Bearbeitet am: 09.12.1998/ad


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