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vom  17.12.1998

Bergleute-Protest in Salzgitter:

"Prügelknaben der Politik"

ab Gorleben. "Seit Jahren sind wir die Prügelknaben der Politik, obwohl wir weltweit anerkannte Arbeit leisten und die Entsorgung von Atommüll in der Bundesrepublik sicherstellen", machten gestern morgen vor dem Gorlebener Endlagerbergwerk fast 200 DBE-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen ihrem Unmut Luft. Man sei nicht länger bereit, den Kopf für die" Profilneurosen von inkompetenten und verantwortungslosen Politikern" hinzuhalten.

"Jetzt reicht's! " hieß es vor dem Hintergrund des Antrittsbesuches von Bundesumweltminister Jürgen Trittin beim Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter. Und Trittins Besuch wurde auch von den Protesten der Gorlebener DBE-Betriebsangehörigen begleitet, in vier Bussen war man angereist. Gemeinsam mit mehreren hundert Beschäftigten der Standorte Salzgitter, Peine und Morsleben demonstrierten Gorlebens Bergleute für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

Man ist voller Sorge, daß die mit den Beschlüssen der neuen Bonner Regierung zum Koalitionsvertrag in hohem Maß gefährdet sind. Die neue Regierung sei der Meinung, daß an der Eignung des Salzstockes Gorleben Zweifel bestünden, die Arbeiten deshalb eingestellt werden sollten. Auch die Aufgabe der Standorte Schacht Konrad und Morsleben sei geplant. Damit werde das Problem der Entsorgung des gefährlichen Atommülls auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.

Bearbeitet am: 17.12.1998/ad


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