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vom  21.12.1998

CDU zu drohenden Arbeitsplatzverlusten:

Billige Polemik der BI

gel Gorleben. Mangel an Mitgefühl und Menschlichkeit sowie "billige Polemik" wirft die hiesige CDU-Kreistagsfraktion der Lüchow-Dannenberger Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) und deren Sprecher Wolfgang Ehmke vor. Die CDU kritisiert damit die Äußerungen zum Atomausstieg auf einer Tagung der Bürgerinitiativen in Göttingen (EJZ berichtete). Wer angesichts von über vier Millionen Arbeitslosen in Deutschland und einer Arbeitslosenquote von knapp 20 Prozent in Lüchow-Dannenberg den Hinweis auf weitere Arbeitsplatzverluste durch einen Ausstieg als "Ladenhüterargument" abtue, handele verantwortungslos, meint CDU-Fraktionschef Klaus Wohler.

Zynisch sei es, wenn Wolfgang Ehmke die von den Arbeitsplatzverlusten Betroffenen  als" aufgeschreckte Belegschaftsmitglieder" tituliere. Klaus Wohler wörtlich: "Diese Äußerung offenbart einen völligen Mangel an Mitgefühl gegenüber den um ihre Arbeitsplätze besorgten Beschäftigten -und ihren Familien und widerlegt den Anspruch, in erster Linie aus humanen und nicht aus politischen Gründen die Entsorgungsanlagen bei Gorleben zu bekämpfen."

Zur Erinnerung: Die Bürgerinitiativen vertraten bei ihrer Tagung in Göttingen die Auffassung, daß die Hinweise der Atomlobby und der Gewerkschaften auf die mit dem Ausstieg verbundenen Arbeitsplatzverluste und die Klimaschutzprobleme nur "Ladenhüterargumente" seien. Mit denen solle "Stimmung für einen ungestörten Weiterbetrieb der Atomanlagen" gemacht werden.

Bearbeitet am: 21.12.1998/ad


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