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vom   05.12.1998

* Atommüllbehälter werden überprüft  *  Keine Strahlung ausgetreten

Rost bedroht den Castor     

dpa Bonn. Die Sicherheit von eingelagerten Castor-Behältern mit Atommüll soll überprüft werden. Das Bundesumweltministerium veranlaßte nach einem amtlichen Bericht über mögliche Korrosionsgefahren durch Feuchtigkeit an den Behältern kurzfristig Fachgespräehe für die nächsten Tage. Für eine "Alarmstimmung" gebe es aber keinen Anlaß, sagte Sprecher Michael Schroeren gestern in Bonn. Radioaktivität sei nicht ausgetreten. Der Bericht der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM/ Berlin) liege dem Ministerium vor und werde "ernstgenommen".

Die Bundesanstalt verwies darauf, daß am Dichtungssystem der Behälter im Deckelbereich "sehr geringe Restfeuchtmengen" entdeckt worden seien. Eine Durchrostung des Behältermantels sowie der äußeren Deckelung sei dadurch nicht möglich. Die Möglichkeit von langfristigen Korrosionsschäden sei jedoch nicht auszuschließen. Daher, sei eine Klärung der Ursachen und Auswirkungen sowie gegebenenfalls notwendiger Maßnahmen erforderlich, meint das Amt.

Der Hersteller der Castor-Behälter, die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS/Essen), kündigte Änderungen an, mit denen das Problem behoben werde. Die GNS verwies darauf, daß die Feuchtigkeit nur bei Behältern in Greifswald festgestellt und an den Castor-Behältern in den Zwischenlagern Ahaus und Gorleben keine Wasserspuren aufgetreten sei. Daher seien dort auch keine Maßnahmen erforderlich. Die GNS werde künftig ein zuverlässiges Verfahren zur Trocknung anwenden. Nach Angaben von Niedersachsens Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) gibt es auch in Gorleben einige wenige Castoren von dem problematischen Typ.

Bearbeitet am: 05.12.1998/ad


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