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vom   05.12.1998        

Harms zu Feuchte an Castoren:

Mangelnde Sorgfalt

Ir Gorleben. Die gestern bekanntgewordenen technischen Probleme an Castor-Behältern (siehe auch Seite 1) seien nicht wirklich neu. Darauf weist die hiesige Grünen-Landtagsabgeordnete Rebecca Harms hin. Das Problem der Restfeuchte im Dichtungsbereich der CastorBehälter sei immer ein wesentlicher Kritikpunkt gewesen, der allerdings von den Genehmigungsbehörden und ihren Gutachtern verworfen worden sei. Harms wirft den Behörden deswegen erneut mangelnde Sorgfalt bei der Castor-Genehmigung vor.

Wie beim Atomtransportbehälterskandal gehe es nun wieder um Mängel der Technik und der Behörden. "Ich halte es für einen Skandal, daß dieses Problem, das immer wieder thematisiert wurde, erst Jahre nach Beginn der Zwischenlagerung untersucht wird", sagt Harms. Und auch in Gorleben "stehen jetzt Behälter, bei denen nicht gewährleistet werden kann, daß sie ein halbes Jahrhundert lang dicht halten." Niemand könne ausschließen, daß das mit radioaktiven Spaltprodukten verunreinigte Wasser im Dichtungsbereich zu Korrosionen führen könnte. Dadurch, befürchtet Harms, könnte der Behälterdeckel undicht werden. Die Grünen-Politikerin fordert, zusätzlich zum bestehenden Transportstopp auch jegliche Naßbeladungen von Behältern zu untersagen: solange, bis alle Zweifel am Versagen der Dichtung ausgeschlossen werden können. Die technischen Probleme müßten auch ausgeräumt werden, bevor neue Zwischenlager an AKW genehmigt werden.

Bearbeitet am: 05.12.1998 /ad


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