vom 13.02.1998

Koblenz feiert den heiligen Castor

dpa Münster. Wenige Wochen vor dem erwarteten CastorTransport von Atommüll nach Ahaus feiert die katholische Kirche heute das Fest des heiligen Castors. Nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle Münster lebte, Castor im vierten Jahrhundert als Priester und Einsiedler in Karden an der Mosel. Seine Reliquien wurden später in die Koblenzer Stiftskirche überführt. Bis heute gelte Castor als der Stadtheilige von Koblenz.

Bekannter als dieser Heilige ist der Name Castor allerdings aus der griechischen Mythologie: Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Pollux eroberte Castor nach alter Sage seine von Theseus geraubte Schwester Helena zurück. Dargestellt werden die beiden sogenannten "Dioskuren" meist als Jünglingspaar mit Pferden.

Mit all dem hat der atomare Castor-Behälter herzlich wenig zu tun. Er steht als Abkürzung für den Ausdruck "Cask for storage and transport of radioaetive material", also "Behälter zur Lagerung und zum Transport von radioaktivem Material".

Ende März sollen sechs Castoren mit abgebrannten Brennelementen aus den süddeutsehen Kernkraftwerken Gundremmingen und Neckarwestheim nach Ahaus rollen.


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