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vom 27.02.1998

"Personalwechsel" bei Gorlebener Gebet-Initiative

An die "Weiße Rose" erinnert

Ir Gorleben. Bei der ökonomischen Inititiative "Gorlebener Gebet" gibt esr einen Wechsel. Günther Buschmarm, aus Küsten geht für längere Zeit nach Bosnien und hat seine Aufgabe, der "Termin- Koordination" an, Pastor i. R. Friedrich Drude, Dannenberg, abgegeben. Drude wird, unterstützt von einem Koordinationsteam, ab Mai dafür sorgen, daß die unzähligen Einzelnen und Gruppen aus dem Wendland und seinem Umfeld, die prinzipiell zur Gestaltung der Andachten bereit sind, sich frühzeitig auf die einzelnen Sonntage festlegen. Die Gorleben-Kreuze sollen, wie auf einem Treffen von rund 50 Engagierten in Gorleben gesagt wurde, weiterhin "eine Stätte regelmäßigen gemeinsamen ökumenischen Gebetes" bleiben.

Die "großartigen Erfahrungen", die Menschen seit 1989 an den Gorlebener Kreuzen gemacht haben, rief Buschmann mit einer Diaschau ins Gedächtnis, in der er Revue passieren ließ, "was und wen alleswir an den Gorleben-Kreuzen erlebt haben". Dabei erinnerte er auch an die Auseinandersetzungen der ersten Jahre, etwa um die "Mahlfeiern" oder die "Blockade-Andacht", und schloß mit der Bemerkung, das Gorlebener Gebet sei inzwischen längst zu einer festen Einrichtung, einer Institution
geworden.

Die Andacht an den Kreuzen, mit der eine Dahlenburger Gruppe das Treffen eingeleitet hatte, stand im Zeichen des 55. Todestages von Christoph Probst und der Geschwister Scholl. Sie waren als Mitglieder der studentischen Widerstands "Weiße Rose" am 22. Februar 1943 zum Tode durch das Fallbeil verurteilt und noch am gleichen Tag hingerichtet worden. Eine weiße Rose stand als Symbol in einer Vase neben einer weißen Kerze zwischen den Kreuzen.

"Es wäre vermessen", betonte Pastor Christian Gohde, Dahlenburg, "die Weiße Rose" unser Vorbild zu nennen, unsere Widerstandsbereitschaft mit der ihren zu vergleichen." Ihre, Botschaft an uns heute laute: "Lies die Alten Dokumente, spüre deine Erschütterung, laß aus ihr die Antriebskraft zu etwas Menschlichem erwachsen."

Dennoch bewegte, durch das Gedenken angestoßen, das Plenum erneut die Frage, ob es nicht Zeiten gebe, wo "nicht nur Beten, sondern auch Widerstehen Christenpflicht" werde.

Die neue Kontaktadresse des Gorlebener Gebets:
Friedrich Drude,
Am Stadtbad 46,
29451 Dannenberg,
Telefon (0 58 61) 2634.

Ansprechpartner für "Organisatorisches" sind:
die Eheleute Quis, Kolbom, Telefon (0 58 41) 26 74.

Die Konto- und Kassenführung wird weiterhin von Elisabeth Thomsen, Dahlenburg, wahrgenommen.

Das Spendenkonto der Initiative: Nr. 3 323 521 bei der SpaDaKa Dahlenburg (BLZ 240 613 92).

Bearbeitet am: 27.03.2008/ad


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