vom 13.01.1998

Lambke-Verfahren:

Prozeß eingestellt

fk Dannenberg. Überraschung in den späten Bürostunden: Der Prozeß gegen Adi Lambke. aus Jameln vor dem Amtsgericht in Dannenberg ist nach nur einem Verhandlungstag zu Ende. Das auf vier Tage angesetzte Verfahren endete am Montagabend gegen 18 Uhr mit einer Einstellung wegen geringer Schuld des Angeklagten.

Die Wende im Prozeß kam völlig unerwartet am Ende eines langen Verhandlungstages. Nach einer Pause erklärte der Vertreter der Staatsanwaltschaft nach Angaben von Zuhörern, aus prozeßökonomischen Gründen, und, weil der Angeklagte den Tatbestand der Nötigung selbst schon eingeräumt habe, könne an eine Einstellung gedacht werden.

Eine Notwehr, wie der Angeklagte behauptet hatte, liege demnach nicht vor. Andererseits sei die Bewertung von Videoaufnahmen völlig offen. Die Aufnahmen zeigen, wie Polizeibeamte am 7. Mai 1996, einen Tag vor dem zweiten CastorTransport ins Zwischenlager Gorleben, den Angeklagten von seinem Traktor holten. Dem Angeklagten sei der größte Schaden entstanden, erklärte der Vertreter der Anklage.

Das Gericht folgte dem Antrag und stellte das Verfahren auf Kosten der Staatskasse ein.


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