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vom  24.07.1998

TransportStopp wird beibehalten        

dpa Bonn. Der totale Stopp von Atommülltransporten in Deutschland bleibt bis auf weiteres bestehen. Das teilte Bundesumweltministerin Angelka Merkel (CDU) gestern in Bonn mit.

Vor einer Aufhebung des Verbots müsse zunächst ihr Zehn-Punkte-Plan zur Untersuchung der radioaktiven Verschmutzung von Atommüll-TransportWagons konsequent abgearbeitet
werden.

Die Ministerin äußerte sich bei der Vorlage des dritten Zwischenberichts der mit der Untersuchung beauftragten Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GSR). Die Gesellschaft sei ein gutes Stück vorangekommen, meinte Angela Merkel. So legten deren Auswertungen nahe, daß die radioaktiven Verschmutzungen an den Behältern durch sorgfältige Beladung und Reinigung vermieden werden könnten.

Die Untersuchungen haben nach ihren Angaben ferner ergeben, daß die radioaktiven Hot Spots auf den Eisenbahnwaggons mit hoher Wahrscheinlichkeit Partikel sind, die sich von den Brennelementen abgelöst und als Schwebeteilchen im Wasser der Brennelementebekken verteilt haben. Sie würden durch die Beladung der Trasportbehälter unter Wasser aufgewirbelt und nisteten sich an schwer zugänglichen Stellen der Behälter ein. Um dies zu vermeiden, sollten die Behälter beim Beladen in den Wasserbecken durch eine zusätzliche Hülle, die im Gegensatz zur bisherigen Praxis den ganzen Behälter abdeckt, geschützt werden.

Bearbeitet am:2 4.07.1998/ad


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