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vom   30.07.1998

Bürgerinitiative erhebt Einwendungen gegen PKA-Abwassereinleitung
Mit Schutzzielen unvereinbar       

ür Lüchow. Die Umweltverträglichkeitssiudie (UVS) im Zusammenhang mit der von der
Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) beantragten Einleitung radioaktiv verseuchter
Abwässer aus der Pilotkonditionierungsanlage (PKA) in die Elbe genüge nicht den gesetzlichen
Ansprüchen.

Das moniert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg in ihren Einwendungen, die sie am Dienstag abgegeben hat. Das Oberflächenwasser werde nicht als eigenes Schutzgut betrachtet und die Auswirkungen auf die Pflanzenwelt nicht hinreichend bewertet. Die Betrachtung in der UVS erschöpfe sich in der nicht bewiesenen Behauptung, daß die Pflanzen durch die Betrachtung des Fisches als Indikator abgedeckt sei. Daher biete die UVS keine Grundlage für die Erteilung einer Genehmigung.

Die Einleitung radioaktiv verseuchter Abwässer sei zudem in einem Gebiet, das gerade zum Nationalpark erklärt worden ist, widersinnig und nicht vereinbar mit den Schutzzielen für diese Region, meint die BI. Nachdem in Portugal beschlossen worden ist, die radioaktive Belastung der Weltmeere abzubauen, dürfe man nicht zulassen, daß der Betrieb der PKA die Elbe und damit die Nordsee belastet.

Es ist schon erstaunlich, wie inflexibel die GNS als Antragstellerin ist. Sie hat es im gesamten Genehrnigungsverfahren nicht geschafft, zwischen Atomrecht und dem Wasserrecht zu unterscheiden. Damit beweist sie eindrucksvoll, daß sie nicht über die nötige Fachkunde verfügt, eine solche Anlage zu betreiben", kritisierte BI- Vorstandsmitglied Torsten Koopmann gegenüber der EJZ. Die BI hat sich bei der Erarbeitung der Einwendungen von dem Physiker Wolfgang Neumann vom Öko-Institut beraten lassen.

Bis zum morgigen Freitag können Einwendungen gegen die Planung bei der Bezirksregierung sowie den Samtgemeinden Gartow, Dannenberg und Lüchow abgegeben werden. Der BI liegen über 2 000 Sammeleinwendungen vor.

Bearbeitet am:  30.07.1998 /ad


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