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vom 07.07.1998

Kontaminiertes Faß gelagert

Neuer Skandal in Gorleben         

nt/lni Gorleben. Ein im Endlager Morsleben entdeckter radioaktiv verschmutzter Tranportbehälter war zuvor in Gorleben gelagert. Das mit 7,45 Bequerel pro Quadratzentimeter radioaktiv kontaminierte Faß sei bei der Ausgangskontrolle der Brennelementlager Gorleben GmbH (BLG) nicht aufgefallen, teilte das Umweltministerium gestern in Hannover mit.

Das mit schwach radioaktivem Atommüll geladene 400-Liter-Faß kam aus dem Atomkraftwerk Würgassen und war seit dem 31. Oktober 1985 in Gorleben gelagert. Am 27. Januar diesen Jahres wurde es nach Morsleben gebracht. Am Wochenende war bekannt geworden, daß es kontaminiert ist.
Für den Betrieb in Gorleben würden umgehend Konsequenzen gezogen, kündigte Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) an. Behälter würden vor Annahme und Absendung verstärkt getestet.

Die BLG hatte laut Ministerium Anfang Februar das Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg telefonisch über die in Morsleben festgestellte Kontaminierung informiert. Dieses hatte anschließend zusätzliche Wischtests veranlaßt, aber das Ministerium nicht informiert.

Der Leiter der Lüneburger Behörde, Manfred Schmidtchen, sagte:
Unsere Tests haben in Gorleben keine Überschreitungen ergeben." Deshalb habe man auch nichts ans Ministerium weitergeleitet. Möglicherweise seien die Wischtests nicht in Gorleben durchgeführt worden.

Bearbeitet am:07.07.1998  /ad


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