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vom  09.07.1998

Atommüll Container beschädigt

dpa Magdeburg. Beim Umladen eines mit Atommüll beladenen Bahn-Containers in Magdeburg-Rothensee hat ein Kran eine Schweißnaht des Behälters aufgerissen. Radioaktivität ist nach Expertenangaben nicht ausgetreten. Der Container, der auf einen Lkw gehoben werden sollte, wurde an der Stirnseite beschädigt. Für Menschen habe keine Gefahr bestanden, hieß es.

Der Unfall hat die Forderung nach einem Total-Stopp aller Atomtransporte in Deutschland verschärft. Sachsen-Anhalts Umweltministerin Ingrid Häußler (SPD), Bündnis 90/Die Grünen und Greenpeace forderten den Sofortstopp. Das Bundesumweltministerium wies dies zurück. Ein Transportverbot auch für schwach- und mittelradioaktives Material - ein Großteil stamme aus Medizin und Technik - wäre unverhältnismäßig. Das Bundesumweltministerium bestätigte Angaben, wonach bei dem Unfall keine Radioaktivität ausgetreten sei. Der Transport habe aus schwachoder mittel-aktivem Abfall bestanden und sei für das Endlager Morsleben bestimmt gewesen.

Siehe auch  Kommentar

Bearbeitet am: 09.07.1998 /ad


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