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vom    09.07.1998

Täglich zwei Atomtransporte       


Der Betrieb der deutschen Atomkraftwerke macht im Schnitt täglich zwei Transporte mit atomarer Fracht nötig. Allein 1997 rollten 679 genehmigungspflichtige Transporte mit Keinbrennstoffen und ein Transport mit hochradioaktiven Glaskokillen durch Deutschland - meist in aller Stille und ohne Proteste.
Allein 582mal registrierte das Bundesamt für Strahlenschutz im niedersächsischen Salzgitter Frachten mit frischen (unbestrahlten) Brennstäben für Reaktoren. 75mal wurden abgebrannte Kernbrennstäbe transportiert, 22mal bestrahlte Kernbrennstoffe - zum Beispiel aus Forschungsreaktoren. Hinzu kommen die in sogenannten Kokillen verglasten hochradioaktiven Abfallreste aus der Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague, die ins Zwischenlager in Gorleben gebracht wurden.

 

HINTERGRUND


Die meisten abgebrannten Brennstäbe, die 1997 durch Deutschland transportiert wurden, stammten aus Atomkraftwerken. 54 Transporte hatten das Ziel La Hague, 19 die Wiederaufbereiturigsanlage im britischen Sellafield gebracht. Zusätzlich rollten zwei Transporte mit vier Behältern nach Godeben. Zwischengelagert wird Atommüll neben Gorleben auch im nordrhein-westfälischen Ahaus. Deutschlands einziges Endlager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe ist in Morsleben in Sachsen-Anhalt. Dort wurden seit 1990 bislang 20000 Kubikmeter Atommüll eingelagert.

Bearbeitet am:09.07.1998 /ad


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