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vom 05.06.1998  

Strahlenschutzkommission: Bevölkerung und Polizei wurden nicht kontaminiert
"Keine Gefahr durch Atomtransporte"

dpa Bonn. Von den verstrahlten Atommüll-Transporten ist nach Darstellung der Strahlenschutzkommission des Bundesumweltministeriums für die Bevölkerung und auch das Begleitpersonal keine Gesundheitsgefährdung ausgegangen. Dies teilte die Kommission gestern mit. Die FDP forderte den niedersächsischen Ministerpräsidenten und SPD-Kafizlerkandidaten Gerhard Schröder auf, unverzüglich sein Aufsichtsratsmandat beim Kemkraftwerksbetreiber PreussenElektra niederzulegen. Bundesumweltministerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte in Demmin (Mecklenburg- Vorpommem) ihre Kritik an den Energieversorgungsuntemehmen, die "bis heute keine Einsicht zeigen, daß sie sich selbst um die Akzeptanz bringen".

Der Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP) stellte klar, daß er entgegen anderslautenden Berichten keine Strafanzeige gegen Merkel gestellt hat. Richtig sei, daß einzelne Landesbezirke, regionale Untergliederungen und Mitglieder dies getan hätten, betonte GdP-Chef Hermann Lutz. Die Landesregierung Niedersachsen spiele in der Affäre um die verstrahlten Atommüll-Transporte eine "zwielichtige Rolle", erklärte der FDP- Fraktionsvorsitzende Hermann Otto Solms. Schröder und die vor ihm im Aufsichtsrat von PreussenElektra vertretene frühere Umweltministerin Monika Griefahn (SPD) hätten in ihrer Aufsichtsfunktion versagt. Ein weiteres Verbleiben Schröders im Aufsichtsrat bringe ihn in einen unlösbaren Interessenkonflikt. Die Länderbehörden *eien die atomrechtlichen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden für die Kernkraftwerke.

Bearbeitet am: 05.06.1998   /ad


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