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vom  05.06.1998        

BI: Land soll tätig werden
"Castor-Lager schließen lassen"

Ir Lüchow. "Wenn jetzt sogar durch Sitzungsprotokolle belegbar ist, daß der längjährige Geschäftsführer der Brennelement Gorleben GmbH (BLG) schon immer von dem Problem der äußerlieher Kontamination von Castor-Behältern gewußt hat, muß die Schließung dieser Anlage Sache der Atomaufsicht sein." Mt diesen Worten reagiert die Vorsitzende der hiesigen Bürgerinitiative Umweltschutz, Susanne Kamien, auf die Veröffentlichung der EJZ vom 4. Juni. In einer Ratssitzung der Stadt Wustrow hatte BLG- Geschäftsführer Reinhard König sich entsprechend geäußert.

Dem Lüchow-Dannenberger CDU-Bundestagsabgeordneten Kurt-Dieter Grill sei bei dieser Gelegenheit empfohlen, "seinen eigenen Stall auszumisten", schreibt die BI Umweltschutz und stellt fest: Grill habe sich "hoch erfreut" über die Kritik der BI und des Bundestagsdirektkandidaten der Bündnisgrünen, Wolfgang Ehmke, am niedersächsischen Umweltminister Jüttner geäußert. "Alles nur Ablenkungsmanöver", meint die BI, denn die Genehmigungsbehörde für das Brennelementzwischenlager Gorleben sei das Merkelsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und dessen Vorläuferin, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB).

"Anstatt die Verantwortungslosigkeit wie eine heiße Kartoffel immer zwischen CDU und SPD hin- und herzuschieben, sollte die Atom,aufsieht des Landes Niedersachsen die Schließung der Castor-Lagerhalle verfügen", fordert die Bürgerinitiative Umweltschutz.

Bearbeitet am: 05.06.1998/ad


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